Günther Domenig (1934 - 2012)
Das Lebenswerk des Stararchitekten
Am 15. Juni starb der berühmte österreichische Architekt Günther Domenig im Alter von 77 Jahren in Graz. Geboren wurde Domenig am 6. Juni 1934 in Klagenfurt. In der Landeshauptstadt und im Mölltal verbrachte er seine ersten Lebensjahre. Nach der Matura 1952 zog er in die Steiermark, die bis zum Tod seine Heimat bleiben sollte.
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International Furore machte Domenig mit seinen Entwürfen für die Olympischen Spiele 1972 in München. Ab 1973 arbeitete er selbstständig und betrieb Architekturbüros in Klagenfurt, Graz und Wien. 1980 wurder er als Professor ans Institut für Gebäudelehre, Wohnbau und Entwerfen der TU Graz berufen.
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Einer breiten Öffentlichkeit wurde er spätestens als Planer des Zentralsparkassengebäudes in der Wiener Favoritenstraße (1986) bekannt. Seine mit fließender Wellenfassade versehenes Bankkundenzentrum befindet sich heute im Besitz des Echo-Verlags.
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In Wien bereicherte er 2004 mit seinem vielfach preisgekrönten T-Center in Erdberg spektakulär die Büroskyline.Sein "Opus Magnum" ist aber wohl das "Steinhaus" am Ossiacher See. 22 Jahre arbeitete er an seinem persönlichen Hauptwerk.
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Gegen das 1000 Quadratmeter große Baukunstwerk in Steindorf gab es anfangs massive Proteste der Anrainer. Eröffnet wurde das Steinhaus 2008. Es diente Domenig als Atelier und Ausbildungszentrum sowie als Ort für Jazzkonzerte. Sein Steinhaus war für ihn "eine große Wichtigkeit der Isoliertheit, der Einsamkeit und der Unabhängigkeit".
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Domenig war ein vielgefragter Gastprofessor, Wettbewerbsjuror und ein hochdekorierter Architekt. So wurde er etwa 2004 mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst geehrt, und erhielt 2006 den Staatspreis für Architektur.
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Auch international reüssierte Domenig: 1969 wurde ihm der Grand Prix International d'Urbanisme et d'Architecture Cannes, 1975 der Prix Europeen de la Construction Metallique zugedacht.Im Bild: Domenig und Kathrin Zechner am Dach des Wiener Ronachers, für dessen Umbau er 2005 beauftragt wurde.
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