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Rechtsanwalt vermutet Kino.to-Mittäter in Österreich

Prozess gegen Dirk B. in Deutschland.
Prozess gegen Dirk B. in Deutschland.(c) Dapd (Norman Rembarz)
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Der Anwalt des "Vereins Anti Piraterie" sagt, dass es eine "heiße Spur" zu Werbungs-Verantwortlichen des illegalen Filmportals in Österreich gibt.

In den Internet-Kriminalitätsfall rund um das illegale Filmportal Kino.to könnten auch Österreicher involviert sein. Rechtsanwalt Andreas Manak vom "Verein Anti Piraterie" (VAP) vermutet Mittäter des am Donnerstag zu viereinhalb Jahren Haft verurteilten Gründers in Österreich - konkret die Personen, die für die Werbung verantwortlich waren, mit der das Portal Millionen-Umsätze scheffelte, berichtete die "ZiB 2" am Freitag.

Man habe diesbezügliche Informationen "schon sehr früh aus der Szene" bekommen. Im Zuge der deutschen Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass es eine "heiße Spur gibt, der wir jetzt nachgehen", sagte Manak. Die Staatsanwaltschaft ist nicht involviert, weil Urheberrechtsverletzungen Privatanklagedelikte sind.

Kino.to, das größte deutschsprachige Internetportal für Filmraubkopien, war im Juni 2011 aufgeflogen und gesperrt worden. Zeitweise verzeichnete das Portal bis zu vier Millionen Nutzer täglich. Geld wurde mit Werbung verdient - und zwar zumeist mit Abzockerseiten, Werbung für Online-Gambling, Pornoseiten oder vermeintliche Virensoftware - die sich oft als Schad-Software herausstellte.

(APA)