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Papandreou: "Euro-Auszug wäre eine Katastrophe"

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Giorgos Papandreou(c) Dapd (Steffi Loos)
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Der frühere griechische Ministerpräsident macht den "Architekt des Euro" für die Krise verantwortlich. Wenn Griechenland mehr Zeit eingeräumt würde, könnte Athen die Bedingungen des Rettungsprogramms erfüllen.

Ein Auszug Griechenlands aus der Eurozone wäre nach Ansicht des früheren griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou eine "große Katastrophe." In einem Interview mit dem Fernsehsender BBC machte Papandreou am Sonntag die "Architektur des Euro" als Hauptgrund für die gegenwärtige Krise aus. Nicht Griechenland, sondern "tiefer liegende Probleme" in der Eurozone seien dafür verantwortlich.

Wenn Griechenland mehr Zeit eingeräumt würde, könnte Athen die Bedingungen des Rettungsprogramms erfüllen. "Der Euro hält uns stabil," sagte Papandreou. Ein Austritt aus der Eurozone würde einen Ansturm auf die Banken, hohe Inflation, Lohnkürzungen und Wachstumsabfall zur Folge haben. "Es wäre eine große Katastrophe."

Griechenland sei nur ein "Präzedenzfall" und die "Architektur des Euro" das wahre Problem, meinte Papandreou. Er plädierte dafür, die Strukturen Europas zu stärken. Griechenland allein sei nicht das Problem. "Wenn das so wäre, könnte man Griechenland ja einfach rausschmeißen."

(Ag.)