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Flirt zwischen Bauriesen: Spanische FCC will Alpine

Bauwirtschaft. Alpine dementiert Gespräche über Verkauf an FCC.

Wien. Die Gerüchte wollen nicht verstummen: Seit Wochen wird kolportiert, dass der börsenotierte spanische Baukonzern FCC das Salzburger Bauunternehmen Alpine Mayreder übernehmen will. Zuletzt hatte die "Kronen Zeitung" berichtet, dass die FCC bereit wäre, für den zweitgrößten österreichischen Baukonzern 500 Mill. Euro hinzulegen. Christoph Kerres, der Rechtsvertreter der FCC, wollte dazu am Mittwoch keine Auskunft erteilen.

Die Alpine dementierte erneut "auf das heftigste": Die Gerüchte über eine mögliche Übernahme durch die FCC entbehrten jeder Grundlage, die Alpine stehe nicht zum Verkauf, weder würde mit der FCC noch mit irgendeinem anderen Kaufinteressenten verhandelt.

Nach der "Presse" vorliegenden Informationen gibt es allerdings bereits seit Monaten Verhandlungen zwischen den beiden Firmen. Die Gespräche stehen freilich noch in einem frühen Stadium, eine Einigung sei noch nicht in Sicht, auch stehe noch kein Kaufpreis fest. Die Alpine gehört zu zwei Dritteln der Unternehmerfamilie Pappas, den Rest halten Ex-Chef Dietmar Aluta-Oltyan (20,73 Prozent) sowie dessen langjähriger Co-Geschäftsführer Otto Mierl (12,6 Prozent).

Zwischen der Familie Pappas und Ex-Geschäftsführer Aluta soll es seit längerem schwere Differenzen geben. Aluta hatte sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen müssen, weil er vergangenen Februar in München wegen Schmiergeldzahlungen beim Bau der Münchner Allianz-Arena zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war: 2,8 Mill. Euro waren an den früheren Arena-Geschäftsführer Karl-Heinz Wildmoser jun. für Informationen bezahlt worden.

Die Alpine Mayreder erzielt mit 6000 Mitarbeitern einen Umsatz von zwei Mrd. Euro und ist nach der Strabag ex aequo mit der Porr Österreichs zweitgrößter Baukonzern. Derzeit hat das Unternehmen gute Chancen, gemeinsam mit der deutschen Hochtief den milliardenschweren Auftrag für den Bau der Nordautobahn zu erhalten. Die spanische FCC erzielt mit 60.000 Mitarbeitern einen Umsatz von sieben Mrd. Euro mit Bau, Immobilien, Zement sowie Abwasser- und Müllentsorgung. In Österreich hat die FCC bereits um 229 Mill. Euro die Abfall Service Austria (ASA) gekauft.