Lohnrunde: Lohnverhandler: "Noch sehr weit auseinander"

Gewerkschaft droht mit Betriebsversammlungen, Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie mit Ausscheren.

Wien. Am Freitag um ein Uhr morgens ging die zweite Verhandlungsrunde der Metaller ergebnislos zu Ende. Die Positionen liegen noch sehr weit auseinander, erfuhr die "Presse" aus Verhandlerkreisen.

Die Arbeitgebervertreter wollen demnach den 180.000 Arbeitern und Angestellten eine Lohnerhöhung gewähren, die nur geringfügig über der Inflationsrate liegt. Die Arbeitnehmer fordern deutlich mehr, da es den Betrieben besser gehe als vor einem Jahr. Die Betriebe verweisen auf die niedrigere Inflation. Im Vorjahr hatte man sich auf eine 3,1-prozentige Lohnerhöhung geeinigt - bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent. Heuer liegt die Teuerung bei 1,6 Prozent.

Vor der Lohnrunde hatten die Arbeitgeber verlauten lassen, nur die Inflationsrate abgelten und darüber hinaus eine Gewinnbeteiligung gewähren zu wollen, die sich am Betriebsergebnis (Ebit) der einzelnen Betriebe orientiert. Von dieser Position dürften sie etwas abgerückt sein, wollen jedoch weiter eine stark gewinnabhängige Komponente.

Jetzt macht die Gewerkschaft Druck: Falls es am kommenden Donnerstag zu keiner Einigung kommt, werden an den darauf folgenden Tagen mehrtägige Betriebsversammlungen stattfinden. Auf der anderen Seite droht der Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie, wo die Mehrheit der Metaller beschäftigt ist, mit einem Ausscheren aus der gemeinsamen Metallerlohnrunde.

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