Kapsch Bleibt: Gewinn dank Medizintechnik - Mehr Zeit für Microsoft - Amis: Republik droht Klage - Kapsch bleibt Sieger - Amgen investiert in Irland - Pichlerwerke bauen ab - Disney kauft Pixar
Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson hat dank eines starken Geschäfts mit medizinischen Geräten seinen Gewinn im vierten Quartal 2005 von 1,2 Mrd. Dollar im Jahresvergleich auf 2,2 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) gesteigert. Jedoch fiel der Umsatz im Schlussquartal um 1,1 Prozent auf 12,6 Mrd. Dollar. Das Unternehmen versucht derzeit, den Medizintechnik-Konzern Guidant zu übernehmen. Derzeit überbietet Konkurrent Boston Scientific mit 27 Mrd. Dollar jedoch das letzte Angebot von Johnson & Johnson um drei Mrd. Dollar. Mehr Zeit für Microsoft
Die EU-Kommission hat im Wettbewerbsverfahren gegen den USSoftwarekonzern Microsoft die Frist um drei Wochen verlängert. Microsoft hat nun bis 15. Februar Zeit, wichtige Unterlagen über den Programmcode von Windows einzureichen. Die EU-Kommission verlangt von Microsoft die Offenlegung der Schnittstellen zwischen Windows und den Zusatzprogrammen, um so Programme von anderen Softwarefirmen konkurrenzfähiger zu machen. Sollte Microsoft dieser Forderung nicht nachkommen, droht die EU-Kommission mit einem täglichen Strafgeld von bis zu zwei Mill. Euro.
Amis: Republik droht Klage
Der Republik Österreich und der Finanzmarktaufsicht (FMA) drohen eine Staats- und Amtshaftungsklage der geschädigten Anleger des Wiener Finanzdienstleisters Amis. Die Arge Amis wirft der FMA "eklatantes Versagen" vor. Eine Klage soll demnächst eingebracht werden. Beim Insolvenzfall Amis sind 16.000 Anleger um etwa 70 Mill. Euro betrogen worden. Die Republik ist für Fehler der Aufsichtsbehörde FMA haftbar.
Kapsch bleibt Sieger
Nach Angaben der Online-Ausgabe der tschechischen Wirtschaftszeitung "Euro" bleibt der Wiener Telekom-Ausrüster Kapsch weiterhin Sieger der Maut-Ausschreibung des Prager Verkehrsministeriums. Eine entsprechende Entscheidung der tschechischen Wettbewerbsbehörde UOHS wird für morgen, Donnerstag, erwartet. Kapsch hatte den Auftrag im Wert von 640 Mill. Euro im Herbst gewonnen. Die italienische Autostrade und ein Schweizer Konsortium legten jedoch Einspruch ein. Laut "Euro", das sich auf "vertrauenswürdige Quellen" beruft, wird die UOHS die Einsprüche als unbegründet ablehnen.
Amgen investiert in Irland
Das weltgrößte Biotechnologieunternehmen Amgen will mehr als eine Mrd. Dollar (814 Mill. Euro) in seine Werksanlagen im irischen Cork investieren. Bis zum Jahr 2010 sollen mehr als 1100 Mitarbeiter dort Biotech-Produkte für Europa produzieren.
Pichlerwerke bauen ab
Die im oststeirischen Weiz beheimateten Pichlerwerke wollen aufgrund wirtschaftlicher Probleme innerhalb der nächsten Monate bis zu 80 Arbeitsplätze abbauen. Etwa die Hälfte davon sollen mit Lehrlingen besetzt sein. Laut Gewerkschaft wird derzeit über einen Sozialplan verhandelt. Insgesamt beschäftigen die Pichlerwerke 250 Mitarbeiter.
Disney kauft Pixar
Der Disney-Konzern steht kurz vor dem Kauf des Animationsfilm-Spezialisten Pixar. Die Übernahme soll sieben Mrd. Dollar (5,7 Mrd. Euro) kosten, berichtet die "New York Times". Den Aktionären sollen 59 Dollar je Aktie geboten werden.