Analystenmeinungen: Für langfristig denkende Investoren

Kurzfristig ist das Kurspotenzial der Erste Bank begrenzt.

wien (dom). Nach der Bekanntgabe der Übernahme der rumänischen Großbank BCR ist die Erste-Bank-Aktie nicht gefallen, wie es bei derart teuren Akquisitionen oft der Fall ist. Sie zog vielmehr leicht an. Kurzfristig sehen die Wertpapieranalysten nur begrenztes Kurspotenzial. Die Raiffeisen Centrobank bestätigte am Dienstag ihre Anlageempfehlung "Halten" sowie das Kursziel von 48 Euro. Durch die große Kapitalerhöhung werde heuer und 2007 der Gewinn je Aktie leicht sinken.

Deutlich mehr traut die Schweizer UBS der Erste-Bank-Aktie zu. Sie hält an ihrem Preisziel von 53 Euro fest. Die Einstufung wurde jetzt aber von "buy" auf "neutral" reduziert. UBS begründet dies damit, dass die Aktie kaum noch Aufwärtspotenzial biete. Der Kauf der BCR sei teuer, wohl aber eine richtige Entscheidung gewesen. Er bedeute aber auch, dass sich die Gewinne verwässern und die Integration der BCR Risken berge. In dieser Situation dürfe sich die Erste Bank keinen Fehler erlauben, so die UBS.

Die Investmentbank JP Morgan erwartet wegen der Kapitalerhöhung ebenfalls einen etwas geringeren Gewinn, stuft die Erste-Bank-Aktie aber weiter mit "Übergewichten" ein. Die "neue" Erste Bank nach der Kapitalerhöhung sei mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,1 für heuer bzw. 10,2 für 2007 attraktiv bewertet, so JP Morgan. Für Goldman Sachs liegt das Kursziel der Ersten bei 54 Euro. Der hohe Kaufpreis für die BCR verlange eben eine längerfristigen Veranlagung. Der BCR-Deal ermögliche der Bank größere Wachstumsraten als vergleichbaren anderen Banken. Größtes Risiko ist ein Konjunkturknick in Osteuropa.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.