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Parteispenden: Vorwurf an Liberalen Zach

Geld soll von der Strabag an ungarische Sozialisten geflossen sein.

Wien (maf). Mit einem brisanten Vorwurf ließ Hans-Peter Martin am Mittwoch aufhorchen: Der liberale SPÖ-Kandidat Alexander Zach habe im Jahr 2004 Provisionszahlungen des Baukonzerns Strabag an die ungarische sozialistische Partei weitergeleitet. Konkret geht es um Gelder für die ungarische Autobahn M5. 15,2 Millionen Euro seien über die Zach-Firma Eurocontact ausbezahlt worden.

Die Strabag, der Konzern des früheren liberalen Politikers Hans-Peter Haselsteiner, bestätigte die Darstellung teilweise: Die 15 Millionen Euro seien Provisionszahlungen an Eurocontact für einen Zeitraum von fünf Jahren für Planungen, Studien und Akquisitionen gewesen. Es sei der ausdrückliche Wunsch Haselsteiners gewesen, dass Eurocontact einen Teil des Honorars "zur Unterstützung der politischen Demokratie in Ungarn an parteinahe Vereine und Akademien spendet".

Wie hoch die Spenden dann tatsächlich ausgefallen sind, wisse man nicht, so ein Strabag-Sprecher.

Zach selbst dementierte: Es habe keine Spenden an die regierenden Sozialdemokraten, sondern nur an die ungarische Liberale Partei gegeben, und zwar in einer Höhe von 150.000 bis 200.000 Euro. Über den Auftrag in Ungarn will Zach, der bis Ende 2005 Gesellschafter und Geschäftsführer von Eurocontact war, nichts Näheres gewusst haben. Er sei da nicht involviert gewesen, so Zach zur "Presse". Außerdem wolle er über seine ehemalige Firma keine Auskunft geben.