Zach: Ein Beta-Tier mit Organisationstalent

Alexander Zach - der liberale SPÖ-Mandatar in spe.

WIEN. Ohne ihn würde es das Liberale Forum gar nicht mehr geben. Als "Ein-Mann-Betrieb" hielt Alexander Zach den liberalen Laden in den vergangenen Jahren zusammen. Nach außen hin traten zwar gelegentlich noch LIF-Galionsfiguren wie Heide Schmidt oder Hans-Peter Haselsteiner in Erscheinung, in die organisatorische Parteiarbeit waren sie aber nur am Rande eingebunden.

Alexander Zach ist kein Mann der ersten Reihe, kein Alpha-Tier. Er legte seinen Job als Parteichef eher wie ein Generalsekretär an. Versuchte Gelder und Spitzenkandidaten für die jeweils anstehenden Wahlen aufzutreiben, betrieb unermüdlich Lobbying in liberaler Sache und hielt Kontakt zu den Schwesterparteien, allen voran zur FDP in Deutschland und zu den ungarischen Liberalen. Dass die Hans-Peter-Martin-Abtrünnige Karin Resetarits bei den EU-Liberalen aufgenommen wurde, war nicht zuletzt Zachs Verdienst.

Heide Schmidt und Hans-Peter Haselsteiner gelten als Zachs Mentoren. Wobei Zach für die LIF-Gründerin manchmal doch ein wenig zu wirtschaftsliberal anmutete. Zach fand auch Gefallen am seinerzeitigen "Spaßwahlkampf" der Westerwelle-FDP. Die Österreich-Variante - mit Reinhard Jesionek als Spitzenkandidat - floppte allerdings. Wie übrigens auch das deutsche Original.

Alexander Zach entstammt einem bürgerlichen Elternhaus aus Wien-Währing. Im Gymnasium gründete er die unabhängige Schülervertretung "Sapperlot", die in Wien prompt die rote und schwarze Mittelschüler-Organisation überholte. Zum LIF stieß Zach über die Plattform "Gegen Lauschangriff und Rasterfahndung". Er wurde Chef der Liberalen Studenten (LSF) und 2000 Mitglied des LIF-Präsidiums. Seit 2001 ist Zach Parteiobmann des LIF. Im Zivilberuf ist er selbstständiger PR-Berater mit Büros in Wien und Brüssel. Am Sonntag feiert Zach seinen 30. Geburtstag.


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