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ie Fußball-WM mit ihrem Berliner Kopf stoß-Finale, ist bereits Sportgeschichte. Die Fußball-EM (übrigens nach WM und Olympischen Sommerspielen drittgrößtes Sportfest der Welt) wirft ihre Schatten . . . Nein, tut sie nicht - in Österreich (die Schweiz ist da weiter) wirft sie ihre Schatten noch nicht voraus. "Die Welt zu Gast bei Freunden", hieß es bei der WM in Deutschland. Welches Motto für die Euro 2008 werden Österreich und die Schweiz haben? Vorschläge erbeten!
Im Moment heißt es hierzulande: Essen, was auf den Tisch kommt. Und das ist Bundesliga-(Schon-)Kost, die zumindest einen Vorteil hat: Fett wird man davon nicht. Ist auch nicht nötig - denn ab heute blickt die Welt, zumindest Europa, nach Tulln an der Donau. Dort wird so richtig Fußball gespielt. Allerdings nicht am grünen Rasen, sondern am grünen Tisch: Tischfußball eben.
Es ist das größte Tischfußball-Turnier Europas, welches bis 30. Juli in der Tullner Donauhalle im Rahmen der Garlando World Championship Series 2006 stattfindet. Für die paar "Presse"-Leser, die nicht wissen, was Garlando bedeutet: Das ist ein eigener Tischtyp - große internationale Turniere werden auf verschiedenen Tischen gespielt, die sich in der Bauweise unterscheiden.
Die (wohltuenden) Unterschiede zum Rasen-Kick offenbaren sich aber am besten, wenn man eine Presseaussendung der Tischfußballer liest. "Aus österreichischer Sicht sind die Erwartungen sehr hoch". O. k. - hier ist zur Bundesliga prinzipiell kaum ein Unterschied. "Die Leistungsdichte ist deutlich gestiegen." Na ja, das mag auch für die nach Salzburg zugekauften "Roten Bullen" gelten.
"Österreichische Spieler gelten international als nervenstark." Nein, das gilt für Österreichs National-(Rasen-)Kicker nicht; da sind die Tisch-Künstler eindeutig vorne. Und: "Vor allem der Gewinn des Team-Weltmeistertitels macht zuversichtlich, den Titel nach Österreich zurückzuholen." Soweit kommen wir am Rasen nie. Aber wozu gibt's Tische?