Anne-Catherine Simon

Anne-Catherine Simon

Theaterkritik

Goethes „Iphigenie auf Tauris“: Diese Lichtgestalt glüht ganz von innen

Goethes „Iphigenie auf Tauris“ über das Licht der Humanität im Akademietheater: Ulrich Rasches Inszenierung schafft ein der strengen klassischen Form gemäßes rigides Korsett, in dem es nur umso dichter lodert.
Interview

Michael Köhlmeier: „Diese Idee junger Linker, ich muss für eine große gute Sache etwas Schlechtes tun, gab es bei den Nazis auch“

Geschichtsblindheit in der Linken ist ein Thema von Köhlmeiers neuem Roman „Das Philosophenschiff“: Der österreichische Autor über einstige Liquidier-„Spiele“ unter Studenten, seine Tschekisten-Lederjacke und die Grazer Kommunisten.
Literatur-Phänomen

Ein Prophet, ein Alien sogar? Die posthume Karriere des Herrn Kafka

Warum hat Kafka solche Krallen, warum kiefelt die Welt an ihm wie sonst nur an Shakespeare? Erstaunliches über sein Nachleben, vom kapitalistischen Teufel über den Geheimlehrer bis zum Postkolonialisten.
Buch

Literaturtreffen der Nachkriegszeit: Bitte „schöne Mädchen“ für die Gruppe 47

In „Einige Herren sagten etwas dazu“ erzählt Nicole Seifert fesselnd und sarkastisch die Geschichte der Autorinnen, die an den berühmten Literaturtreffen teilnahmen – und vom männlichen Blick auf sie.
Russland

Alexej Nawalnys Ende ist keine Passionsgeschichte

Als Märtyrer wird der scharfsinnigste Gegner, den Putin je hatte, seit seinem Tod gern bezeichnet. Dabei war Nawalny das krasse Gegenteil von (russischer) Opferkultur. Warum die Beweihräucherung seines Leidens Nawalyns Heldenformat schmälert.
Und übrigens . . .

Currentzis und britische Pazifisten, Lyniv und der Holocaust: Milo Rau hatte den Mut, es „falsch“ zu machen

Der Leiter der Wiener Festwochen hat sich nicht in naiver Symbolpolitik verfangen, er hätte sie durchbrochen. In seiner Kriegs-Thematisierung hat er wohl die Öffentlichkeit überschätzt.
Presse Play - Der Podcast…

Bücherei #19: Sag wie hast du´s mit den Einhörnern? Die neuen Romane von Haruki Murakami und Elias Hirschl

Ist „Die Stadt und ihre unsichtbare Mauer“ zu monoton geraten? Oder ist es im Gegenteil eine ideale Lektüre für eine unruhige Zeit? Und wollen wir wirklich wissen, ob „Karin“ aus Hirschls Roman „Content“ ihren Traumjob bekommt? Bettina Steiner und Anne-Catherine Simon diskutieren.
Debatte

Warum Dicksein lange als unmoralisch galt

US-Philosophin Kate Manne fordert in einem Manifest gegen „Fatphobia“ die Entmoralisierung der Gewichtsfrage. Warum die gesundheitliche Sorge um Dicke oft scheinheilig ist, aber auch „Fat Activists“ Lösungen erschweren.
Akademietheater

Wie viel von Dostojewskis Großinquisitor steckt in heutigen Realpolitikern?

Als Dostojewskis Großinquisitor und als von Einsamkeit zerfressene Frau fesselt Barbara Petritsch in einem (Fast-)Soloabend, der oft durch Mark und Bein geht.
Einspruch

Das Rätsel der in Europa gestohlenen russischen Bücher

„Operation Puschkin“: Kostbare russische Werkausgaben werden aus europäischen Bibliotheken gestohlen. Eine patriotische Rückholaktion?
Religion

Kündigt Frieden in Nahost den Antichrist an?

Bedingungslos für Israel: Warum ein politisch mächtiger Teil der evangelikalen US-Christen den Krieg zwischen Hamas und Israel als Teil biblischen Endzeitgeschehens sieht – und das auch mit Antisemitismus harmonieren kann.
Einspruch

Zugausfälle und Verspätungen sind für die ÖBB „Qualität“

Das zweideutige Wort „Qualität“ bietet sich für Manipulationssprech an (und die österreichischen Bundesbahnen nutzen das): Seine positive Bedeutung überlagert die wertneutrale.
Nahost-Debatte

Antirassisten unter Antisemitismusverdacht

„McCarthyismus“ wirft eine gewichtige Stimme aus den USA Deutschland vor. Pauschale Vorwürfe treffen jetzt viele aus der woken Linken – die selbst die maßlose Ausweitung des Rassismusbegriffs betrieben hat.
Theaterkritik

„Die Verwandlung“ im Akademietheater: Ein leuchtender Albtraum, in dem Kafka atmen darf

In einer hypnotisierenden Inszenierung nach Kafkas berühmtester Erzählung verbinden sich starke Bildsprache und ein kluger Umgang mit dem Text.
Theater

Größter Kulturskandal der Zweiten Republik: Wie es zu Thomas Bernhards „Heldenplatz“ kam

Änderte Thomas Bernhard sein Stück als Reaktion auf Vorab-Proteste? Die Entstehungsgeschichte ist jetzt digital rekonstruiert.
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