• Legendärer Wagner aus Bayreuth

    Der Livemitschnitt der Festspielproduktion „Der Ring des Nibelungen“ unter Hans Knappertsbusch in Traumbesetzung aus dem Jahr 1956 liegt erstmals akustisch generalüberholt auf CD vor: Andrew Rose vom Label Pristine macht hörbar, was bisher nur undeutlich und verschwommen wahrzunehmen war: eine der großen Wagner-Aufführungen der Geschichte. Mit Astrid Varnay, Wolfgang Windgassen, Hans Hotter…
  • Till Eulenspiegels lustige Streiche 

    Richard Strauss hat die unterschiedlichsten Themen musikalisch für den Konzertsaal verarbeitet, Tragödien wie Shakespeares Macbeth, Philosophisches wie Nietzsches Zarathustra, Erotisches wie Lenaus Don Juan. Komödiantisch geht es im Till Eulenspiegel zu.
  • Vom Gründonnerstag zur Himmelfahrt: Musikalische Perspektiven der Erlösung über vier Jahrhunderte

    Bach, natürlich. Aber auch John Coltrane! Vom christlichen Osterfest und seiner metaphysischen Bedeutung waren nicht nur die Bildenden Künstler, sondern auch die Musiker fasziniert und haben von der Renaissance bis zur Moderne Bewunderung, religiöse Ekstase, Skepsis, Ratlosigkeit in Töne gefasst. 
  • Haben Sie schon einmal etwas von Ernst von Dohnányi gehört?

    Vielleicht irgendwann am Rande, weil er der Großvater des Politikers Klaus und des Dirigenten Christoph von Dohnányi war, überdies auch Schwiegervater des Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer? Dennoch trübt eine angebliche Nähe zu diktatorischen Regimen den Nachruhm des Komponisten – in jeder Hinsicht zu unrecht. In diesem Podcast gibt es hier herrliche spätromantische Musik zu entdecken, gespielt mehrheitlich von ungarischen Interpreten wie András Schiff, Georg Solti, dem Takács-Quartett (Decca), Antal Doráti (Mercury) – und Brahms, gespielt von Dohnányi selbst, der einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit war(Hungaroton). Die Ausschnitte aus den „Symphonischen Minuten“, der Suite in Fis und der Zweiten Symphonie spielt das BBC Symphony Orchestra unter Mathias Bamert (Chandos). Eine musikalische Stunde mit einem halb vergessenen Genie, voll Humor, aber auch Besinnlichkeit und viel schwelgerischem Klang.
  • Aufregend seit 100 Jahren: Was 1924 alles los war in der Musikwelt

    „Moderne Musik“ - das war seinerzeit kein Schreckenswort. Zumindest nicht, solange man sich nicht mit der Zwölftonmethode eines Arnold Schönberg auseinandersetzen musste. Nebst der „Wiener Schule“ blühten auch die Neoklassik eines Igor Strawinsky, die Volksmusik-Anklänge bei Béla Bartók und Leoš Janáček, oder die letzten symphonischen Versuche des großen finnischen Spätromantikers Jean Sibelius. Die klingen oft genau so modern wie die kühnsten Klangcollagen des amerikanischen Bürgerschrecks George Antheil, der wiederum ein neugieriger Zeitgenosse von George Gershwin war, dessen „Rhapsody in Blue“ ebenfalls 1924 entstanden ist. Und in Frankreich gaben sich die Komponisten um den kauzigen Erik Satie in der Zwischenzeit noch viel offener: Sie schrieben Filmmusik und scheuten vor der Verquickung von klassischer Form und Chanson-Klängen nicht zurück – skeptisch beäugt vom großen Maurice Ravel, der ohnehin stets eigene Wege ging. 1924 im Multikulti-Stil. Bunter als damals war das internationale Musikleben vielleicht nie zuvor und sicher danach nie wieder...
  • Der Meister der singenden Nonnen: Francis Poulenc zum 125. Geburtstag

    Dieser Tage jährt sich der Geburtstag des französischen Komponisten Francis Poulenc zum 125. Mal. Im Musiksalon durchforsten wir diesmal das faszinierend verwinkelte Arbeitszimmer dieses Komponisten, dessen Musik auf halbem Weg zwischen der Moderne eines Igor Strawinsky und den Pariser Chansons seiner Epoche zu siedeln scheint, ein Drittel frecher Kabarett-Ton, ein Drittel tiefer Katholizismus, ein Drittel Tragödie.
  • Zum 200. Geburtstag von Friedrich Smetana: „Die Moldau“ – und was sonst?

    Am Ufer der „Moldau“ entlang spazieren wir durch das Leben des böhmischen Nationalkomponisten – der übrigens bis in sein 40. Lebensjahr Tagebuch auf Deutsch geführt hat. Was kennen wir von seinem Schaffen außer der berühmten symphonischen Dichtung aus dem Zyklus „Mein Vaterland“? Als musikalischer Romantiker wandelte Smetana auf den Spuren der „Neudeutschen Schule“, verehrte Liszt und Wagner, brachte aber auch die Lieder und Tänze seiner Heimat in die internationalen Konzertsäle und Opernhäuser.
  • Schönberg? Zwölftonmusik? Wollen wir‘s versuchen?

    Die Philharmoniker spielen in ihrem kommenden Abonnementkonzert (live in Ö1 am Sonntag, 11.03 Uhr) Arnold Schönbergs Orchestervariationen op. 31 unter Franz Welser-Möst. Das erste große Werk in der berüchtigten Zwölftonmethode, was für viele Musikfreunde noch 100 Jahre danach wie eine gefährliche Drohung klingt. Für alle, die es im Schönbergjahr dennoch einmal versuchen möchten, erläutert Wilhelm Sinkovicz in seinem Musiksalon das Schlüsselwerk der musikalischen Moderne Schritt für Schritt. Die Musik dazu machen die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan (DG).
  • Die Geheimnisse von Mahlers Vierter Symphonie

    In der Sonntagsmatinee sendet Ö1 die Aufzeichnung einer Aufführung von Gustav Mahlers Vierte durch das RSO Wien unter Marin Alsop, die dann eine Woche lang online abrufbar bleibt. Auf unseren Erkundungen im Kosmos der Mahlerschen Symphonie machen wir daher diesmal bei diesem Werk Halt, das immer wieder als verhältnismäßig leichtgewichtige, ja die „mozartischste“ von Mahlers Kompositionen bezeichnet wird.
  • Auf Deutsch ist Oper am schönsten!

    Im Stadttheater Baden gibt man derzeit Puccinis „Bohème“. Nicht „La Bohème“, sondern „Die Bohème“. Gesungen wird nämlich auf Deutsch. Und das ist gut so. Nie kann ein Opern-Neuling besser ermessen, wie bunt und aufregend so ein Musikdrama sein kann, wie punktgenau die Musik Handlung und Text illustriert, als wenn er ebendiesen Text verstehen kann.
  • So klingt Hofmannsthal: Der Dichter und die Musik

    Dem Wiener Poeten zum 150. Geburtstag: Richard Strauss wäre nicht zur Opernlegende geworden, hätte ihm nicht Hofmannsthal Libretti geschrieben. Im Musiksalon beleuchten wir die Hintergründe einer bemerkenswerten Künstler-Beziehung.
  • Edouard Lalo zum „201.“

    Demnächst musizieren die Wiener Symphoniker mit Maria Duenas die „Symphonie espagonole“ von Edouard Lalo – weshalb wir im „Musiksalon“ den 201. Geburtstag dieses Komponisten feiern. Im Vorjahr haben wir, zugegeben, dieses Jubiläum alle miteinander verschlafen…
  • Riccardo Muti mit ungewöhnlichem Repertoire

    Riccardo Muti kommt mit seinem Chicago Symphony Orchestra nach Wien und führt ungewöhnliches Repertoire im Gepäck. Darunter Richard Strauss’ frühe Tondichtung „Aus Italien“, scheinbar eine viersätzige Symphonie, in Wahrheit aber die erste Symphonische Dichtung aus der Feder dieses Komponisten – im Musiksalon führen uns Strauss’ eigene Worte und die Aufnahme Riccardo Mutis mit den Berliner Philharmonikern durch die Geschichte, die das selten gespielte Werk erzählt.
  • Die silberne Hitparade

    Manche Gedenktage lassen sich mit beschwingten Klängen begehen. Anders lassen sich Komponisten vom Schlage eines Oscar Straus oder eines Fred Raymond nicht würdigen. Die beiden Wiener, höchst ungleiche Vertreter der letzten Hochblüte der Operette, sind an zwei aufeinanderfolgenden Tagen vor genau 70 Jahren gestorben: Beide haben sie Schlagermelodien geschrieben, die bis heute gesungen, gesummt und gepfiffen werden.
  • Die „Ode an die Freude“ und ihr Geheimnis

    Beethovens Neunte Symphonie – zum Jahreswechsel weltweit gern gespielt als musikalische Bitte für eine bessere Zukunft. Wie Beethoven mit dieser Symphonie die Welt umarmte, wie er mit feinen Verknüpfungen die einzelnen Akte seines musikalischen Dramas miteinander vernetzte, dem gehen wir in unserem Musiksalon auf die Spur: Beethovens Ideen von den ersten Skizzen bis zur gigantischen Symphonie, die dreimal solang dauert wie jede klassische Symphonie davor – und zum Meilenstein in der Musikgeschichte wurde.
  • Wer war Hänsels und Gretels Vater?

    Es ist Advent. Die Opernhäuser spielen „Hänsel und Gretel“. Die hinreißende Märchenoper für Jung und Alt steht in Wien auf dem Programm der Volksoper ebenso wie der Wiener Staatsoper! Der Komponist des Werks ist nur auf Grund dieses einen Welterfolgs berühmt geblieben. Im Musiksalon geht Wilhelm Sinkovicz daher diesmal der Frage nach: Wer war Engelbert Humperdinck? Der Meister im Gefolge Richard Wagners hat nicht nur „Hänsel und Gretel“ komponiert!
  • Anton Bruckners Irrgarten

    Das Brucknerjahr 2024 wirft seine Schatten voraus. Nicht nur die Wiener Philharmoniker unter Christian Thielemann haben Neuaufnahmen vorgelegt. Einige der herausragenden aktuellen CD-Produktionen führen uns durch das Labyrinth von Bruckners Symphonien. Wer da meint, der Meister hätte nur neun davon komponiert, ist herzlich eingeladen in den Musiksalon.
  • Franz Bartolomey zum Gedenken

    Vergangenen Freitag starb 76-jährig der langjährige Solo-Cellist der Wiener Philharmoniker, Franz Bartolomey. Publikum und Kollegen haben ihn geliebt. Seine Leidenschaft galt der Musik, genauer: dem gemeinsamen Musizieren. Nichts hat ihn mehr gefreut als mit Gleichgesinnten aufzuspielen. Daran erinnert unser Musiksalon. 
  • Turandots viertes Rätsel

    Drei Rätsel stellt die chinesische Prinzessin jedem Freier, wer sie nicht lösen kann, wird geköpft. Giacomo Puccinis Oper, die am 7. Dezember wieder Premiere hat, birgt aber noch ein viertes Rätsel.
  • Irmgard Seefried - wenn die Seele singt

    Eine tönende Hommage an das legendäre Wiener Mozart-Ensemble. Zum 35. Todestag der großen Sopranistin. 
  • Wer war Jaromir Weinberger?

    „Schwanda der Dudelsackpfeifer“ – in ganz Wien kleben Plakate, die für die Premiere dieser böhmischen Märchenoper im Museumsquartier werben. Das Werk Jaromir Weinbergers war einst ein Sensationserfolg. 
  • Schuberts aufregende Zukunfts-Visionen

    „Den Weg zur großen Symphonie“ wollte sich Franz Schubert mit der Komposition von Streichquartetten bahnen. In Wahrheit stieß er mit seinen Werken das Tor zur Romantik auf und erschloß der Moderne ungeahnte Möglichkeiten. 
  • Bach und die Unterhaltungsmusik

    Chen Reiss singt im nächsten Abonnementkonzert des Bach Consorts unter Rubèn Dubrovsky am 5. November im Wiener Musikverein zwei Bach-Kantaten. Umrahmt werden die Aufführungen vom Sechsten Brandenburgischen Konzert und der Orchestersuite in h-Moll, womit der „Unterhaltungskomponist“ Bach in den Fokus rückt.
  • 40 Jahre „Musica Juventutis“

    Hier bekommen österreichische Talente ihre ersten Auftritts-Chancen - und das seit 40 Jahren: Angelika Kirchschlager, Till Fellner, Julian Rachlin und viele andere haben bei „Musica juventutis“ im Wiener Konzerthaus begonnen. Am 20. Oktober feiern ehemalige Absolventen im Mozartsaal. Grund genug, eine reiche Geschichte heimischer Talenteförderung zu beleuchten.
  • Sergej Prokofieff, die schillerndste Figur der musikalischen Moderne

    Wie kaum ein Zweiter konnte Prokofieff von Werk zu Werk seinen Stil wechseln und immer andere Masken anlegen. Freiwillig ist er in den dreißiger Jahren in die Sowjetunion zurückgekehrt. Die Falle schnappte zu. Wiederum brauchte Prokofieff Masken, um den stalinistischen Terror zu überleben.
    Ironie der Geschichte: er starb am selben Tag wie der Diktator.
  • Vom Revoluzzer zum Grandseigneur der Moderne: Béla Bartók

    Dieser Tage spielt Kirill Gerstein in Wien Bartóks Drittes Klavierkonzert, das letzte vollende Werk des ungarischen Komponisten, 1944 im amerikanischen Exil geschaffen. Da zählte Bartók bereits zu den „Klassikern der Moderne“. Begonnen hat er stilecht mit einer Rhapsodie im Gefolge von Franz Liszt, dann war er radikaler Avantgardist und zwischendurch auch Volksmusikforscher – und in jeder Phase hat er ein Klavierkonzert komponiert: Wilhelm Sinkovicz unternimmt im Musiksalon diesmal eine akustische Bartók-Zeitreise.
  • Grand Opera, wienerisch: Auf den Spuren von Carl Goldmark

    Carl Who? Der Brahms-Zeitgenosse war mit seiner Oper »Die Königin von Saba« einer der meistgespielten Komponisten der Ringstraßen-Epoche. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war seinem Nachruhm ein jähes Ende gesetzt – eine »Renaissance« gab es nie! Bis heute vermißt man seinen Namen auf den Programmzetteln der Opernhäuser und Konzertsäle. Die Geschichte eines Mauerblümchens aus dem ungarischen Kesthely am Plattensee, das zum Weltstar wurde, dann aber wieder der Vergessenheit anheimfiel.
  • Die vielen Gesichter des Gioacchino Rossini

    Er war der Meister der komischen Oper. Sein „Barbier von Sevilla“ hat sogar Beethoven beeindruckt. Eine Oper konnte der Belcanto-Meister in zwei Wochen zu Papier bringen. Aber er konnte noch viel mehr. Wilhelm Sinkovicz plaudert im Musiksalon diesmal über Gioacchino Rossini.
  • Stephen Gould zum Gedenken

    Am vergangenen Dienstag ist der prominente amerikanischen Heldentenor gestorben. Er war eine fixe Größe der Bayreuther Festspiele und erste Besetzung der kräfteraubenden Wagner- und Richard-Strauss-Helden in allen bedeutenden Opernhäusern. Wilhelm Sinkovicz widmet den Musiksalon dem Andenken des Künstlers.
  • Wer war eigentlich Carl Maria von Weber?

    Musikfreunde wissen über ihn in der Regel nicht viel mehr, als dass er die erste große romantische Oper komponiert hat. Dabei war der Zeitgenosse Beethovens nahezu in allen relevanten musikhistorischen Fragen ein Trendsetter, immer früher dran als alle andern Unter anderem hat er den Wiener Walzer erfunden. Wer’s nicht glaubt, sollte diesen Podcast nicht versäumen.

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