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Verhandlungssache
Eine Gerichtssaal-Rubrik von Manfred Seeh
Manfred SeehWie tickt die Justiz abseits der großen, öffentlichkeitswirksamen Prozesse? Welche Motive haben Menschen, die kriminell werden? In welchem Stil agieren die Richter? Und wo stößt das Strafrecht an seine Grenzen?
Die Beobachtung konkreter Fälle, über die hier in loser Folge berichtet wird, liefert Antworten.
  • Abgesondert: Das erst 13-jährige Opfer machte in einem eigenen Raum seine Zeugenaussage. Diese belastete den 62-jährigen Angeklagten schwer.
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    Der "Po-Grapsch-Paragraf" und ein unzufriedener Richter

    Serie Nach politischem Ringen um den "Po-Grapsch-Paragrafen" trat dieser voriges Jahr in Kraft. Er wird seither viel öfter angewendet als erwartet. Wie zum Beispiel dieser Tage bei einem "Grapsch-Prozess" gegen einen frühpensionierten Koch.
  • Gerichtsbekannt: Wegen eines Mannes, der seine Frau erschossen hatte und 15 Jahre Haft bekam, setzt nun ein Richter wieder das "Kappl" auf.
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    Frau ermordet - Haftstrafe - neue Anklage

    Serie Ein Mann erschießt seine Frau, wird nach zehn Jahren Haft vorzeitig entlassen und steht nun wegen Kindesmisshandlung erneut vor Gericht. Mitangeklagt: seine Lebensgefährtin.
  • Barock: Wie weit dürfen Gerichtsakten elektronisch erfasst und dann per Mobiltelefon-Speicher in laufender Verhandlung abgefragt werden? Die österreichische Anwälte-Interessensvertretung nennt ein diesbezügliches Handy-Verbot "barock".
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    Bizarrer Streit um Handynutzung im Gerichtssaal

    Serie Ein Betrugsprozess gegen einen Wiener Pensionisten wird zum Schlagabtausch zwischen dem Richter und der Verteidigung: Dabei geht es gar nicht um die Sache selbst, sondern um ein fragwürdiges Handyverbot.
  • Geduldig: Diese Eigenschaft wird Papier bekanntlich nachgesagt. Im vorliegenden Fall änderte aber auch die jahrelange Anhäufung von Aktenseiten nichts daran, dass sich letztlich zuwenig Substanz für einen Schuldspruch fand.
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    Parkpickerl, Schmiergeld und unzufriedene Richter, Teil 2

    Serie Zweimal wurde der Wiener H. (26) im Rahmen der Parkpickerl-Affäre schuldig gesprochen. Und zweimal hob der OGH die Verurteilung prompt wieder auf. Auf einen dritten Schuldspruch ließ es das Erstgericht dann doch nicht ankommen.
  • Monumental: Der denkmalgeschützte Große Schwurgerichtssaal im Grauen Haus. Doch manche Prozesse dort wirken verloren.
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    Prozess der Einsamkeit

    Serie Weil kein anderer Gerichtssaal frei war, fand der Prozess gegen einen kleinen Dieb im größten Schwurgerichtssaal des Landes statt. Nicht nur der Beschuldigte wirkte einsam und verloren. Dies galt auch für die (prominente) Richterin: Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner.
  • Kurios: Die Medien haben über die Pickerlaffäre bereits aus den Gerichtssälen berichtet, doch ein unauffälliger Ableger hält sich hartnäckig.
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    Parkpickerl, Schmiergeld und unzufriedene Richter, Teil 1

    Serie Ein junger Wiener hat um 50 Euro ein Parkpickerl am Parkpickerl-Schwarzmarkt gekauft. Das ist sechs Jahre her. Seither wird prozessiert. Schon zweimal hat der OGH eine Verurteilung aufgehoben. Derzeit läuft Runde 3.