Schon seit sechs Jahren wird beim Budget getrickst - und werden Warnungen ignoriert. Deutschland und Frankreich setzten schon 2003 den Stabilitätspakt außer Kraft, um Strafen zu vermeiden.
Die FPÖ wendet sich strikt gegen den Vorstoß der SPÖ, die Finanztransaktionssteuer notfalls auch ohne EU-Einigung einzuführen. Kanzler Faymann sei "wirtschaftspolitisch geistig nackt".
Die drohende Zahlungsunfähigkeit großer Nationen gefährdet auch die kleinen. Aber was bedeutet es für Bürger, Gläubiger und Staat, wenn ein ganzes Land in Konkurs geht? Hier eine Übersicht.
US-Ökonom Nouriel Roubini zweifelt, dass das Rettungspaket greift und die Finanzmärkte beruhigt. Griechenland hat die erste Rate in Höhe von 14,5 Mrd. Euro des Notkreditpakets aus der Eurozone erhalten.
Beim Rettungsschirm ging es darum, "Banken vor Abschreibungen zu bewahren", sagt der deutsche Ex-Bundesbank-Chef Pöhl. Die Banken hätten an den Kosten der Rettung beteiligt werden sollen, so Pöhl.
Die SPÖ will gemeinsam mit der deutschen SPD noch heuer ein EU-weites Bürgerbegehren zu Finanztransaktions-Steuer und Finanzmarkt-Regulierung starten. Es wäre das erste EU-Volksbegehren.
Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, kritisiert den Aufkauf von Anleihen hoch verschuldeter Staaten durch die Europäische Zentralbank: "Der Markt fürchtet, dass die EZB als Auffangbecken benutzt wird".
In Zentral- und Osteuropa soll ein lokaler Währungs- und Kapitalmarkt etabliert werden. Konkret will die EBRD versuchen, Fremdwährungskredite einzudämmen.
Die Europäische Union will Kreditausfallversicherungen verbieten. Ziel der Initiative sei vor allem eine höhere Transparenz auf den Finanzmärkten, aber auch eine stärkere Regulierung.