Die Finanzmarktaufsicht hat die neuen Mindeststandards für Kredite veröffentlicht. Demnach dürfen Fremdwährungs-Kredite nicht mehr in Kombination mit einem Tilgungsträger angeboten werden.
Der deutsche Finanzminister Schäuble will gewisse Spekulationsformen gesetzlich verbieten. Für notleidende Euroländer solle es einen "Europäischen Währungsfonds" geben. Finanzielle Hilfe für Griechenland lehnt Schäuble weiterhin ab.
Die Einheitswährung ist auf dem tiefsten Stand seit fast einem Jahr, Ökonomen warnen vor Athens Bankrott. Wie so oft in der EU-Geschichte hängt nun alles von Deutschland ab.
Griechenland konnte Anleihen im Wert von 1,56 Milliarden Euro ausgeben, geplant waren 1,2 Milliarden. Die Anleihen wurden zu durchschnittlich 4,55 Prozent für eine Laufzeit von sechs Monaten zugeteilt.
Strafen, wie die Kürzung von Subventionen für Haushaltssünder, werden diskutiert. Euroländer sollen auch griechische Anleihen kaufen. Indes ziehen die Zinsen für griechische Anleihen wieder deutlich an.
Die Großbanken machen mit kurzfristigen Geschäften wieder Milliardengewinne. Das könnte die Steuerzahler teuer kommen, befürchtet Bankexperte Wolfgang Gerke.
Die Europäische Zentralbank verzichtet für Griechenland auf ihre eigenen Bonitätsregeln. Als Sicherheit für Kredite an Banken kamen früher nur Staatsanleihen mit einem guten A-Ranking in Frage.
Griechenland werde nicht das letzte Euro-Land sein, dass IWF-Hilfe braucht, sagt US-Ökonom Kenneth Rogoff. Irland, Spanien und Portugal seien "auffällig verwundbar". Die nötigen Budgetkürzungen seien tiefgreifend.
EU und IWF stellen dem finanzschwachen Griechenland rund 45 Mrd. Euro bereit. Doch Experten warnen: "Der Tag der Abrechnung" werde nur verschoben. Euro-Gruppen-Chef Juncker widerspricht: "Die gesamte Euro-Zone profitiert".
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