Auch österreichische Anleger wären betroffen. Sie können von der Krise aber auch profitieren. Die Anleger sind außerdem beunruhigt, da es keine Signale seitens der EU gibt, das hoch verschuldete Griechenland wirklich retten zu wollen.
Der deutsche Finanzminister schließt Zahlungen an das marode Griechenland aus. Dessen Ministerpräsident klagt wiederum über einen "Mangel an Koordination" bei der EU.
Anleger können sich wieder billiger gegen Ausfallrisiken von griechischen Staatsanleihen versichern. Die Kurse von CDS-Papieren sinken wieder. Auch das Vertrauen in spanische Anleihen steigt wieder.
Die österreichischen Banken haben an die finanzschwachen Euroländer insgesamt 35,4 Milliarden Euro verborgt. Die Banken müssen nun mit Ausfällen rechnen.
Zumindest die Pleite der Griechen dürfte die Europäische Union vorerst abgewendet haben. Doch die nächsten Wackelkandidaten stehen schon vor der Tür. Noch nie verschuldeten sich die Staaten in der Krise so rasch.
Wer gibt Athen heuer noch die nötigen 53 Milliarden Euro Kredit? Der EU-Gipfel sucht Auswege. Die Aussicht auf europäische Nothilfe beruhigt die Lage – und könnte die Nothilfe obsolet machen.
Griechenland hat Wertpapiere im Wert von 290 Mrd. Dollar ausstehen - doppelt so viel wie Lehman Brothers im Herbst 2008, warnt ein Ökonom. Die Angst vor einem Dominoeffekt im Fall zahlungsunfähiger Griechen steigt.
"Weltweit haben viele Staaten über ihre Verhältnisse gelebt", sagt der Deutschlandchef der US-Bank Morgan Stanley. Die Konsolidierung der Staatshaushalte werde zur Lebensversicherung der Weltwirtschaft.
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