Die Regierung in Berlin spannt den Banken-Rettungsschirm Soffin erneut auf. Damit stehen insgesamt 480 Milliarden Euro für neue Rettungsmaßnahmen zur Verfügung. Hintergrund ist der Stresstest der EU-Bankenaufsicht.
So wie die Euroländer hat auch die Bank-Austria-Mutter UniCredit Probleme, frisches Kapital aufzutreiben. Um ohne Staatshilfe auszukommen, braucht das Institut 7,5 Milliarden Euro.
Die europäischen "Systembanken" werden höhere Kapitalvorschriften zum Teil mit Rechenkunststücken erfüllen. Experten bezweifeln, ob das das Bankensystem sicherer macht.
Die zweitgrößte deutsche Bank hat einen Plan zur Schließung ihrer Kapitallücke vorgelegt. Dabei will sie ohne Staatshilfe auskommen. Bereits 17 Mrd. Euro an Risikoaktiva wurden abgebaut.
Die Wiener Börse eröffnete mit einem kleinen Minus, der deutsche DAX war kurz nach der Eröffnung sogar wieder im Plus. Der Euro sank im Vergleich zum Dollar.
Die Ratingagentur Standard & Poor's entzieht Österreich und Frankreich das Triple A. Der Ausblick wurde auf "negativ" gesenkt. Insgesamt neun Euroländer wurden herabgestuft.
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