Die Wiener Börse zeigte sich am Montag im frühen Handel bei schwachem Anfangsvolumen mit fester Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 3.963,63 Punkten nach 3.919,07 Einheiten am Freitag errechnet, das ist ein Plus von 44,56 Punkten bzw. 1,14 Prozent.
Der US-Senat untersuchte die Rettungsaktion der US-Notenbank Fed für die in die Krise geratene Investmentbank Bear Stearns. Die Börsenaufsicht ermittelt wegen möglicher Kursmanipulationen.
Der demokratische Präsidentschafts-Bewerber Barack Obama prangert "die Praktiken der Investmentbanken und skrupellosen Kreditgeber" an. Auch die US-Notenbank Fed gerät immer stärker unter Beschuss.
US-Finanzminister Henry Paulson fordert eine stärkere Aufsicht der US-Notenbank Fed über Investmentbanken: Der Zugang zu Krediten soll mit mehr Kontrolle verknüpft werden.
Die Angst vor der Welt-Rezession geht um. Zuerst erfasste das Börsenbeben Asien, dann griff es auf Europa über: Der DAX stürzte kurz über 7,0 Prozent ab, der ATX fiel um 5,2 Prozent. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins binnen acht Tagen um 1,25 Punkte auf drei Prozent gesenkt. Dieser radikale Eingriff schürt Ängst und Hoffnungen zugleich.
Die drittgrößte US-Bank kauft die angeschlagene Investmentbank Bear Stearns weit unter Marktwert. Bei Liquiditätsproblemen springt die Fed mit bis zu 30 Mrd. Dollar ein.
Turbulenzen im US-Finanzsektor schicken die Kapitalmärkte weltweit auf Talfahrt. An der US-Notenbank Fed wird zunehmend Kritik laut: "Sie verschießt ihre Pfeile vorschnell".