Vom Handkuss über den Bruderkuss bis zum Wangenkuss war es ein weiter Weg. Das Letzte, was Europa braucht, ist ein neuer Küsserkönig à la Luis Rubiales.
Am 1. November 1993 trat der Maastricht-Vertrag in Kraft: die Grundlage für den Euro. Seit damals wird angezweifelt, wie konsequent seine Konvergenzkriterien eingehalten werden können.
Seit der Lissabon-Vertrag das Amt des Präsidenten des Europäischen Rates schuf, verschlechtert sich das Verhältnis von dessen Amtsträgern gegenüber jenem an der Spitze der Europäischen Kommission. Das hat persönliche Gründe – vor allem aber systemische.
Die Grünen erleiden herbe Verlusten. Die Dreier-Koalition von Xavier Bettel hat keine Mehrheit mehr. Die konservative CSV - zuletzt in Opposition - ist wieder die klar stärkste Partei.
Spanien hat sich mit seiner Forderung nach dem Status als Amtssprache für Katalanisch, Baskisch und Galicisch eine Abfuhr geholt. Doch mit dem Vorstoß, als Ratsvorsitzland ein innenpolitisches Anliegen auf EU-Ebene voranzutreiben, hat es einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen.
Der EU-Vertreter in Wien ist brillant, politisch mit allen Wassern gewaschen, bisweilen aber ein wenig zu selbstsicher. Bei Präsidentin von der Leyen hat er keine Hausmacht.
Die Politiker in der EU-Kommission und im Europaparlament stürzen sich auf ein neues Modethema. Man muss hoffen, dass ihre Aufmerksamkeit dafür nicht so schnell versiegt wie bei früheren Anlässen.
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