Gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" hat sich der Bundeskanzler für Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsidenten ausgesprochen. Die personellen Entscheidungen im Juni abgeschlossen sein.
Großbritannien konnte bisher auf Rücksichtnahme zählen. Mit der Fundamentalopposition gegen Juncker dürfte David Cameron aber die Flexibilität der Partner überspannen.
Eine Nicht-Nominierung wäre ein "Schlag ins Gesicht" und ein "Wortbruch", so der Leiter der ÖVP-Delegation im Europaparlament, Othmar Karas. Bisher wurde Jean-Claude Juncker noch nicht vom Europarat nominiert.
David Cameron kämpft verbissen gegen Jean-Claude Juncker, Reinfeldt und Rutte sehen keinen Automatismus für seine Bestellung. Ein Rückzug des EVP-Spitzenkandidaten steht im Raum.
Regierungschefin Helle Thorning-Schmidt wird als künftige Ratspräsidentin gehandelt. Die Sozialdemokratin dementiert und will in Dänemark bleiben. Doch ihre Chancen auf Wiederwahl daheim stehen schlecht.
Merkel warnt ihren britischen Kollegen Cameron davor, Personalwünsche mit einer Austrittsdrohung zu verknüpfen. Beim Mini-Gipel in Schweden ist Juncker offiziell kein Thema.
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