Die Staats- und Regierungschefs der EU konnten sich bei ihrem Gipfel noch nicht auf einen neuen Kommissionspräsidenten einigen. Nicht einmal seine EVP-Kollegen standen hinter ihrem Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker.
Analyse. Der EU-Kommissionspräsident gibt die grobe Fahrtrichtung der Union vor. Deshalb gibt es nationale Widerstände gegen einen allzu selbstbewussten Kandidaten.
Vor dem heutigen Gipfel zeigten mehrere EU-Regierungschefs Skepsis gegenüber dem per Volkswahl nominierten Kommissionspräsideten Jeyn-Claude Juncker. Nicht einmal seine EVP steht geschlossen hinter ihm.
Die Fraktionschefs der Konservativen und Sozialdemokraten stellen sich hinter Juncker. Es sei "keine Zeit für eine Nabelschau", sagt Hannes Swoboda, Fraktionschef der Sozialdemokraten.
Deutschlands Kanzlerin will zwar den Luxemburger für den wichtigsten Brüssler Posten vorschlagen. Doch könne das die Europäische Volkspartei nicht alleine bestimmen. Der Auswahlprozess werde mehrer Wochen dauern.
"Wir brauchen ein europäisches Personalpaket", sagt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Sie und andere Staats- und Regierungschefs versuchen heute, ob es einen gemeinsamen Nenner gibt.