Ab 2. Juni müssen Karl-Heinz Grasser und Co. wieder in den Ring steigen. Dann aber unter Corona-Bedingungen. Die Einhaltung eines fairen Verfahrens wird zur Herausforderung.
Die Sonderkommission gab das Video, das zum Ende von Türkis-Blau führte, bis dato nicht weiter - sie sieht sich der Staatsanwaltschaft Wien, nicht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft verpflichtet.
Die Abgeordneten wollen das Videomaterial bekommen. Denn am Donnerstag werden die Hauptdarsteller, Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus, im Untersuchungsausschuss befragt. Doch bis die Aufnahmen weitergegeben werden, kann es dauern.
Der Ex-Vizekanzler stilisiert sich einmal mehr als Opfer - und ist gegen die Veröffentlichung des gesamten Videomaterials. Dass dieses bald für den U-Ausschuss freigegeben wird, ist ohnehin fraglich. Die Ermittler werten es aktuell aus.
Der Polizist soll einem Verdächtigen ein Handy unüberprüft zurückgegeben haben. Die WKStA dementiert eine Aktenweitergabe. Der Bundeskanzleramtsmitarbeiter erstattete Anzeige.
Eigentlich sollen die Befragungen mit "Falter"-Chefredakteur Klenk und Ex-FPÖ-Chef Strache starten. Die Freiheitlichen wollen nun erst das Video sehen.
Justiziminsterin Alma Zadić stellte sich am Freitag schützend vor die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA): Bei ihrem Antrittbesuch am Freitag betonte sie deren „wichtige Arbeit“.