Während Wien die EU-Kommission eingeschaltet hat, wird in Budapest am Mittwoch über die Zwangsumwandlung der Kredite entschieden - zulasten der österreichischen Banken. Der Behördenweg beim EuGH ist aufwendig.
Die Investoren bewerten die europäischen Banken inzwischen so schlecht wie zuletzt unmittelbar nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Herbst 2008. Auch die Institute selbst misstrauen einander zunehmend.
Heimische Banken müssen die Währungsverluste bei Fremdwährungskrediten in Ungarn teilweise schlucken. In Summe geht es um rund fünf bis sechs Mrd. Euro. Österreich will gegen das Gesetz kämpfen.
Der Währungsfonds fordert einen Abbau des strukturellen Defizits, die Regierung lehnt ab. Gewarnt wird vor dem hohen Engagement heimischer Banken in Italien. Bei der Wettbewerbsfähigkeit fällt Österreich zurück.
Der IWF drängt die unwillige österreichische Regierung zur Budgetdisziplin. Die diskutiert lieber über einen Wahlkampfgag für schlichte Gemüter: die „Reichensteuer“.
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