Das Land im Baltikum ist der einzige Euro-Kandidat für 2011. Für die Wirtschaft bildet die Gemeinschaftswährung die einzige Chance gegen Abwertung und für Wachstum.
Das Wifo bevorzugt eine ausgabenseitige Sanierung. Die Ökonomen raten dennoch, 2010 noch nicht mit dem Sparen zu beginnen, um die aufkeimende Konjunktur nicht abzuwürgen. Ab 2011 müsse aber gespart werden.
2010 und 2011 bleibt die Inflation gering. Doch Wifo-Experte warnt: Gelingt es den Staaten nicht, ihre Budgets zu konsolidieren, könnte das Inflationsängste und Teuerung anfachen.
Mit der Schließung von Ignalina, dem letzten baltischen Atomkraftwerk, verliert Litauen den Lieferanten für drei Viertel seines Strombedarfs. Die Abhängigkeit des Landes von russischem Gas wächst.
Die Krise trifft das Reich der Mitte schwächer als andere Exportnationen. Endgültige Zahlen, die das belegen, gibt es noch nicht. Die Entwicklung lässt sich aber an den Daten per Ende Oktober ablesen.
Das Krisenjahr 2009 hat auch Gewinner: die Börsen und die Manager. Die Aktienmärkte legten deutlich zu. Führungskräfte erhielten vielfach Topboni, auch wenn ihr Konzern im Jahr 2008 in eine Schieflage geraten war.
Österreichs Wirtschaft ist durch das starke Engagement stärker gewachsen, aber die Banken handelten sich ein Klumpenrisiko ein. Schlecht Qualifizierte sind in der Defensive, Unternehmen profitieren am meisten.