Die Grünen entdecken ihre Liebe zur Wirtschaft, die FDP warnt vor zu viel Egoismus, man will ja niemanden abschrecken. Deshalb schweigt sich die Große Koalition auch über künftige Sparpakete aus.
In den zehn Jahren seit der Euro-Einführung profitierten ehemalige Hartwährungsländer wie Österreich stärker als jene, die mit Abwertungen "schummelten". Doch der schwache Dollar nagt an der Wettbewerbsfähigkeit der EU.
Die Schuldenquote wird sich verdoppeln, schätzt Ex-Wifo-Chef Kramer. Wenn nicht wirklich einschneidende Maßnahmen gesetzt werden, wird die heimische Staatsverschuldung bis 2035 auf 128 Prozent des BIP ansteigen.
Einsparungspotenzial gebe es in der Verwaltung, bei Bildung und Gesundheit. Die Schulden müssten dringend reduziert werden – nicht zuletzt, um die Kosten der Überalterung zu finanzieren.
Am 2. Oktober stimmen die Iren zum zweiten Mal über den EU-Vertrag ab – Umfragen prognostizieren klares Ja. Ausschlaggebend für den Meinungsumschwung ist die Krise.
Der Haushalt für 2010 hält gerade noch die Kriterien des IWF ein – und das nur durch sehr optimistische Annahmen. Der aufziehende Präsidentschaftswahlkampf und die Umsetzung einschneidender Wirtschaftsreformen werfen ihre Schatten voraus.
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