Die Wirtschaft in der Slowakei und in Slowenien leidet unter der Stärke der Gemeinschaftswährung. War die Slowakei noch bis 2007 die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der EU, rechnet die slowakische Regierung für heuer mit einem Einbruch von 6,4 Prozent.
Heuer wird das BIP von Österreich noch um bis zu 4,3 schrumpfen, ab 2010 soll es aber wieder bergauf gehen. Sowohl Wifo als auch IHS sind überzeugt, dass die Arbeitslosigkeit aber auch nächstes Jahr noch deutlich steigen wird.
Das steigende Budgetdefizit wird nach der Wirtschaftskrise die größte Herausforderung für die Regierung. Denn 55 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden kosten allein 2,5 Milliarden Euro Zinsen.
Die von IHS-Chef Felderer ventilierte Idee einer höheren Mehrwertsteuer stößt auf breite Ablehnung. Auch in Berlin schlagen Ökonomen höhere Mehrwertsteuern vor, während die Politik dementiert.
Die Wirtschaft wird stärker als erwartet schrumpfen. Da die tschechische Wirtschaft stark exportabhängig ist, könnte sie der Abschwung noch weit härter als andere Staaten treffen.
IHS-Chef Felderer glaubt, dass der Schuldenabbau ohne höhere Massensteuern nicht funktioniert. Die OECD rechnet in Österreich mit einer Staatsschuld von nahezu 80 Prozent des BIP.
Im Herbst wird die EU-Kommission ein Verfahren wegen des zu hohen Budget-Defizits gegen Österreich einleiten. Dieses sprengt mit 4,2 Prozent des Bip heuer die Maastricht-Stabilitäts-Grenze von drei Prozent.
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