Im ersten medialen Duell zwischen SPÖ-Chef Kern und FPÖ-Obmann Strache im Nationalratswahlkampf gaben sich beide kampflustig. Gemeinsamkeiten stritt man ab - und doch gab es sie, etwa die Kritik an ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz.
Die Konfrontationen mit SPÖ-Beteiligung wird ORF-Moderatorin Claudia Reiterer leiten. Bei der FPÖ ist eine Vertretung für Heinz-Christian Strache nicht ausgeschlossen.
Wahlverluste, Verurteilung, Streit um Rot-Blau: Die vergangenen Jahre verliefen für die SPÖ selten erfreulich. Nun könnte sie der politische Herbst in die Opposition zwingen.
Der Bundeskanzler will in die Opposition gehen, wenn ihn die Wähler nicht zur Nummer eins machen. Kern ist nicht der Erste, der hofft, einen Urnengang mit einer Ansage über sein persönliches Schicksal noch zu gewinnen. Aber kann diese Taktik erfolgreich sein?
Um Jobs einiger Funktionäre zu sichern, werde die SPÖ nach der Wahl sicher nicht in eine Regierung gehen, sagt der Bundeskanzler. ÖVP-Kürzungsprogramme trage er nicht mit.
Der Europäische Gerichtshof weist die Klagen Ungarns und der Slowakei gegen die Umverteilung zurück. Ungarns Regierung schäumt, man werde sich mit "allen rechtlichen Mitteln" wehren, eine Berufung ist aber nicht möglich.
Analyse. Ist der Aufschwung tatsächlich mit Christian Kern gekommen, wie er in den ORF-Sommergesprächen behauptete? Wirtschaftsforscher sind skeptisch – und sehen die Europa-Konjunktur als Motor.
Die langjährige Koalition aus SPÖ und ÖVP hat die FPÖ stark gemacht, sagt der deutsche Politologe Claus Leggewie bei der Vorstellung seines Buches "Europa zuerst".