Burgenlands SPÖ-Landeschef steht zur Ansage von Bundeskanzler Kern, dass der Erste nach der Wahl den Regierungschef stellen soll. Die Festlegung, als Zweiter in Opposition zu gehen, sei einfach Realismus, freut ihn aber nicht.
In das Programm sei eingeflossen, "was mich politisch ausmacht", betonte der Parteichef. Dass die SPÖ ihn wegen seines Spenden-Vorwurfs klagt, nimmt Kurz gelassen - ebenso den Urlaub von Kanzler Kern und ORF-Moderator Leitner.
Der SPÖ-Chef hat nichts mehr zu verlieren und versucht, seine demotivierten Anhänger zu mobilisieren. Mit Platz zwei will er nun also in Opposition gehen.
916.000 Menschen sahen im Durchschnitt Tarek Leitners Interview mit Bundeskanzler Christian Kern. ÖVP-Chef Sebastian Kurz hatte in der Vorwoche die Millionenmarke geknackt.
Christian Kern distanziert sich im ORF-"Sommergespräch" von Rot-Blau und will nur als Wahlsieger in der Regierung bleiben. Nach dem verunglückten Kampagnenstart möchte die SPÖ voll auf die Zugkraft des Kanzlers setzen.
Der Parteigründer schenkt der Ankündigung des Kanzlers, die SPÖ werde als Zweiter in die Opposition wechseln, keinen Glauben. Vielmehr werde Kern beim Verlust von Platz eins Geschichte sein.
SPD-Chef Schulz und dann auch Kanzlerin Merkel schwenken in der Türkei-Politik auf die Linie der österreichischen Regierung um. Sie wollen nun ein Ende der Beitrittsverhandlungen.
Der Bundeskanzler verspricht im ORF-Sommergespräch mit Tarek Leitner den Abschied der SPÖ aus der Regierung, wenn die Partei bei der Wahl nur Zweiter wird. Aber ist diese Ansage klug?
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