Bei der Sitzung des EZB-Rates wurde ein formaler Beschluss zum Auslaufen des milliardenschweren Programms zum Erwerb von Staats- und Unternehmenspapieren verkündet.
Die EU-Kommission will keine Krise mit Italien wegen des Budgets für 2019. Bundeskanzler Kurz sagt, Österreich sei nicht bereit, für die Schulden anderer Staaten gerade zu stehen.
Der Konflikt zwischen Italien und der EU sorgt zunehmend auch für Spannungen mit Wien und Berlin. Analysten sehen durch Roms Politik den Beginn der nächsten Eurokrise.
Roms Schuldenmisere bedroht den Finanzsektor des Landes. Erste Regierungsvertreter erkennen den Ernst der Lage und fordern mehr Verantwortungsbewusstsein ein.
Das Steuerpaket sieht keine Amnestie für Steuerflüchtige vor, es gebe auch keinen Plan zum Austritt aus EU oder aus der Euro-Zone, beteuert Fünf-Sterne-Parteichef Luigi Di Maio.
Der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU könnte die Pläne der EZB bremsen. Indes sind die Renditen für zehnjährige italienische Anleihen auf ein Viereinhalbjahreshoch gestiegen.
Die Regulierung schränke die Bürger in ihren Anlagemöglichkeiten ein, sagt Prinz Max von und zu Liechtenstein, Chef der LGT Bank im "Presse"-Interview. Für einen Transfer großer Vermögen nach Liechtenstein gebe es trotz Steuer-Deals und automatischen Daten-Austausches weiterhin gute Gründe.
Ende des Monats wird es ernst für den großen Wackelkandidaten der Eurozone. Senken die großen Ratingagenturen den Daumen über das Land, könnte der Geldstrom ins hoch verschuldete Italien rasch versiegen.
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