Quelle ringt ums Überleben, aber die Zeit wird knapp. In Deutschland hat die letzte Stunde der Quelle geschlagen: Zu Weihnachten sollen die Lager leer sein.
In einem Interview mit der Zeitschrift "Datum" sagt der frühere Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, dass beim Buwog-Deal alles mit rechten Dingen zugegangen sei.
Die Bevölkerung fürchtet, dass der Höhepunkt der Krise noch nicht erreicht ist. Die Ankündigung, erneut Steuergelder in die angeschlagene Autoindustrie pumpen zu müssen, könnte den Unmut weiter ansteigen lassen.
Quelle-Chef Wolfgang Binder hat zuletzt betont, dass dem Unternehmen zwei Wochen blieben, um einen Investor zu finden. In Branchenkreisen schätzt man den Zeitraum, der noch bleibt, aber als viel kürzer ein.
Der Investor Jeffry Picower habe vom Schneeball-System von Bernard Madoff profitiert und soll daher 7,2 Milliarden Dollar an die geschädigten Anleger zurückzahlen. Madoff-Investoren sollen gesamt 15 Milliarden zahlen.
Jeffry Picower wurde tot in seinem Pool aufgefunden. Der Stiftungschef war einer der größten Investoren des Milliardenbetrügers Bernard Madoff. Er soll aber illegal rund sieben Milliarden Dollar eingestrichen haben.
Nach dem Aus der deutschen Mutter zittern nicht nur die 1040 Mitarbeiter in Österreich und die Franchisenehmer der 160 Quelle-Shops um ihre Zukunft. Auch für die Partner steht viel auf dem Spiel. Für die Post zum Beispiel.
Die Linzer Quelle AG braucht einen Käufer, denn ein Alleingang dürfte nicht möglich sein. Es gebe bereits "mehrere Interessenten", versichert der Vorsitzende des Betriebsrats, Felix Hinterwirth.
Ohne neuen Partner droht dem Versandhändler Quelle auch in Österreich das Ende. Als bisher einziger Interessent hat die deutsche Otto-Gruppe angekündigt, eine Übernahme zu prüfen. Man suche "mit Hochdruck", meint Österreich-Chef Binder
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