Opel werde seinen Markt nach Russland und in andere Teile der Welt ausweiten, sagt Frank Stronach, Chef des Autozulieferers Magna. Trotz Einigung schließt er einen Rückzug bei Opel aber weiterhin nicht aus.
Laut "New York Times" geht die Marke Hummer an das chinesische Unternehmen Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery. Das Unternehmen bestätigt Verhandlungen. General Motors hält sich noch bedeckt.
Drei Viertel der Aktionäre stimmten für eine Kapitalerhöhung. Damit kann der deutsche Bund seinen Anteil an der Hypo Real Estate von derzeit rund 47 Prozent auf 90 Prozent erhöhen.
Die Aktionäre sollen über die Verstaatlichung der krisengeschüttelten Bank entscheiden, eine Zustimmung wird erwartet. Bei der Versammlung kam es zu Buhrufen, Anwesende riefen "Aufhängen".
Laut Hessens Ministerpräsident will Magna "ohne irgendeine Form von Sicherheit" in Opel investieren. Allerdings würden dafür etwas mehr als 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden müssen. Derzeit erwirtschaftet Opel einen Verlust von drei Millionen Euro pro Tag.
Die deutsche Regierung nimmt das Magna-Angebot an. Deutschland gewährt einen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro. Alle vier Opel-Standorte sollen erhalten bleiben, Job-Garantien gibt es aber nicht.
Angeblich ist Magna bereit, die zusätzlich von GM geforderten 300 Millionen Euro zu zahlen. Opel droht die Insolvenz, falls bei der neuen Krisensitzung keine Grundsatzentscheidung für einen neuen Investor fällt.
Der deutsche Automobilexperte Willi Diez warnt die Politik. Standort- und Beschäftigungsgarantien seien nicht erfüllbar. "Wer sagt, ich garantiere die Arbeitsplätze für die nächsten Jahre, ist nicht seriös", so Diez.
Der von der deutschen Regierung geplante "Super-Gipfel" zur Opel-Übernahme endete im Desaster. Die US-Regierung schickte einen drittklassigen Vertreter und GM forderte in letzter Sekunde 300 Mio. Euro.
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