Putin dreht am Gashahn, und die Bundesregierung beschwichtigt. Wo bleiben der Notfallplan, der Energiespar-Appell und die Strategie für neue Gasquellen?
Viele fliehen vor dem Krieg. Doch nicht wenige Bewohner verharren in den umkämpften Städten. Warten sie auf Putins Armee? Nicht unbedingt. Die Gründe fürs Bleiben sind vielfältig.
Der Jahresverbrauch sei zu 40 Prozent abgedeckt, sagt E-Control-Vorstand Alfons Haber. Dies sei im Vergleich zu anderen Ländern hoch. Die teilstaatliche OMV gab gestern eine Reduktion der Gasversorgung über die Ostseepipeline Nord Stream bekannt.
Der Hunger nach Gas lenkt den Blick westlicher Länder auf Aserbaidschan. Dort hat sich die Position Ilham Alijews nach dem Berg-Karabach-Krieg gefestigt. Nun gibt er sich als Reformer.
EU-Vizekommissionspräsident Maroš Šefčovič warnt angesichts der hohen Lebensmittelpreise infolge des Ukraine-Krieges vor einer neuen Migrationswelle aus Afrika und dem Nahen Osten. Und er will Europa nicht nur von Russland, sondern auch von China unabhängig machen.
Nach Deutschland wurde auch Österreich darüber informiert, dass weniger Gas aus Russland kommen wird. Moskau begründet das mit „technischen Problemen“.
In Helsinki sind sie vorbereitet – auf alles und immer. Im Krisenfall könnte die ganze Stadt unter der Erde verschwinden. Tausende Bunker würden die Finnen auch vor einem Atomschlag schützen. Besuch in einer gigantischen Höhle mitten in Helsinki.
Gemäß einer Umfrage des Thinktanks ECFR wollen 35 Prozent der Europäer, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine möglichst bald endet – selbst um den Preis ukrainischer Zugeständnisse.
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