Die Justiz sei "von allen allfälligen (tages)politischen und sonstigen unmäßigen 'Korsetten' zu befreien“, schreiben namhafte Juristen in einer Petition.
Die Abkürzung WKStA ist zum Code des (politischen) Kampfs um die Unabhängigkeit der österreichischen Justiz geworden. Keine öffentliche Institution polarisiert so wie die der Anti-Korruptions-Staatsanwälte: Anatomie einer Elitebehörde.
In der Anordnung, die zwölf Seiten umfasse, werde der Termin lediglich ein Mal genannt. Damit widerlegt das Justizministerium die Behauptungen der ÖVP.
Wer nur in parteipolitischen Kategorien denkt, unterstellt sie auch allen anderen. Für die WKStA von heute aber tragen „schwarze“ Justizminister die Verantwortung.
Neue Eile: Schon nächste Woche könne der Entwurf zum Informationsfreiheitsgesetz vorliegen, Ende März der zur Neuregelung der Parteifinanzen, sagt die Klubchefin der Grünen. Mit einem Deal mit der ÖVP habe das nichts zu tun.
Der langjährige Wiener ÖVP-Politiker Bernhard Görg erinnert sich an ein Zwischenspiel mit der „übermotivierten“ Wiener Staatsanwaltschaft in den Jahren 2011/2012, wie er es nennt.
ÖVP-Klubchef August Wöginger kritisierte die WKStA wegen „Schlampereien“, die dem „Amt geschadet“ hätten und „menschlich letztklassig“seien. Die Novomatic hat inzwischen angekündigt, gegen die Hausdurchsuchung bei Finanzminister Blümel Beschwerde einzulegen.
In einem Kalendereintrag von Novomatic-Eigentümer Graf ist ein Treffen mit „Kurz“ vermerkt. Die damalige Aufsichtsrätin Martina Kurz soll nun eine eidesstättige Erklärung abgegeben haben.