WIEN (stu). Es wurde aktionistisch: Weil zehn neue Niederflurstraßenbahnen seit Monaten fahrbereit in den Remisen stehen, sich aber noch keinen einzigen Meter bewegt haben, protestierten die Grünen vor dem Haupteingang des Gemeinderates mit Transparenten; kurz vor Beginn der Gemeinderatssitzung – weil der Magistrat keine Genehmigung erteilt hat.
Konkret fordern die Grünen, dass Vizebürgermeisterin Renate Brauner Druck auf die MA 64 (Eisenbahnrecht) ausübt, damit die neuen Ulfs umgehend die Betriebsgenehmigungen bekommen und rasch in Betrieb gehen können.
Die Argumentation der MA 64 für die Verzögerung („Brandschutz-Sicherheitsmaßnahmen“)kann die Grüne Gemeinderätin und Ex-Straßenbahnlenkerin Ingrid Puller nicht nachvollziehen: Ein Großteil der Wiener Straßenbahnen würde an der Oberfläche fahren und seien von den Brandschutz-Sicherheitsmaßnahmen für Tunnelfahrten nicht betroffen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.10.2007)

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