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CIA-Chef verteidigt Folter: "So legal, wie sie nützlich ist"

31.10.2007 | 09:43 |   (DiePresse.com)

Die Informationen aus Folter-Verhören in Drittländern seien "unersetzlich", sagt Michael Hayden. Deswegen werde man das "zugegebenermaßen umstrittene Programm" weiterverfolgen.

Michael Hayden, der Chef des US-Auslands- geheimdienstes CIA, hat die Überstellung Terrorverdächtiger zu Verhören in Drittländern verteidigt. "Unsere Programme sind so legal, wie sie nützlich sind", sagte Hayden am Dienstag (Ortszeit) in einer Rede in Chicago. Durch die "Überstellung" könnten die Verdächtigen in Ländern vernommen werden, die weniger strenge Auflagen bei den Verhörmethoden haben und zum Teil auch Folter zulassen. Die so erhaltenen Informationen seien "unersetzlich, was der einzige Grund ist, aus dem wir dieses zugegebenermaßen umstrittene Programm weiterverfolgen", sagte Hayden.

Eines der Opfer der Überstellung ("extraordinary rendition") war der Deutschlibanese Khalid El Masri, der nach eigenen Angaben Ende 2003 von der CIA von Mazedonien nach Afghanistan verschleppt und dort verhört und schwer misshandelt wurde. Erst im Mai 2004 wurde er in Albanien auf freien Fuß gesetzt.

Auch europäische Politiker informiert

Der CIA-Sonderberichterstatter des Europarates, der Schweizer Parlamentarier Dick Marty, hatte nachgewiesen, dass europäische Politiker über CIA-Geheimgefängnisse in ihren Ländern genau informiert waren. Es sei unbestreitbar, dass es in Polen und Rumänien Geheimgefängnisse des US-Geheimdienstes gab. Eine wichtige Rolle bei den CIA-Operationen habe die NATO gespielt, führte Marty in seinem Bericht aus.

El Masris Versuch, die CIA vor US-Gerichten zu verfolgen, scheiterte Anfang Oktober vor dem Obersten Gerichtshof der USA, der geltend machte, dass der Fall Staatsgeheimnisse betreffe. Der britische Kronanwalt Lord Goldsmith hatte den USA vorgeworfen, gegen elementare Grundsätze des Rechtsstaates zu verstoßen. UNO-Experten haben die Überstellung von Häftlingen in Länder, in denen ihnen wie etwa in Ägypten Folter droht, mehrfach angeprangert. (APA/Red.)


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39 Kommentare
 
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Von panda82 am 01.11.2007 um 15:03

Ich bin sehr erfreut,

dass so viele Österreicher den Folter verteidigen....

Chrakter aendert sich nicht!!!

Antworten Von Gast: Aziz am 01.11.2007 um 17:53

Die Türkei

ist möglicherweise eines dieser verbündeten Länder, in denen für die USA gefoltert wird.

Antworten Von modestus am 01.11.2007 um 16:57

Re: Ich bin sehr erfreut,

was chrakter ist müssen sie uns noch erklären....ansonsten findet folter in diesem forum keine zustimmung..sondern ablehnung oder eine art von ...ich weis nicht was ich sagen soll...

Von pennpatrik am 01.11.2007 um 10:51

Man stelle sich vor ...

... die Kommunisten hätten gefoltert, oder die Taliban, oder irgendeinanderer Bösstaat.
Ich weiss schon, dass man das pfui-Wort Gut -ähhh - mensch nicht schreiben darf und z.B. im Standard automatish gefiltert wird.
Aber das sind sie. Die Meinung, die ihre Gegner über sie haben, trifft voll zu. Das sind die Menschen, die uns politisches Wohlverhalten im Sinne des Korrektseins (auch ein pfui-Wort) vorschreiben und in wirklichkeit die Bösen sind.
Wer immer das über die Nationalsozialisten gesagt hat: Sie werden wiederkommen, aber sie werden nicht mehr Nationalsozialisten heissen.

Von Gast: gast am 01.11.2007 um 10:10

?

Eu - Sanktionen weil die dummen Oesis den Haider
gewaehlt haben (der eh nicht viel tut als rumlabern). Aber "little Adolf" und seine Helfer duerfen machen was sie wollen...

Von nasenbaerli am 01.11.2007 um 09:19

Gefährliche Führungsmacht

Diese Aussagen zeigen, daß die USA meilenweit davon entfernt sind, ein Rechtsstaat zu sein. Deren Recht geht demzufolge von den Gewehrläufen, den Folterinstrumenten ihrer Helfer und Helfershelfer sowie vom Scheckbuch aus, dessen Macht allerdings im Schwinden begriffen ist. Eine solche Führungsmacht bedeutet eine globale Gefahr.

Von Gast: Halloween am 31.10.2007 um 19:16

Halloween

Laßt uns Halloween feiern, wegen der überlegenen Kultur...

Von natannever am 31.10.2007 um 17:22

mensch sollte Hayden selbst foltern....

solche Aussagen verstärken nur den Hass auf die USA,die sich unter Bush&Komplizen immer mehr vom westlichen Rechtsstaat verabschiedet.erstaens bezweifle ich,dass Folter nützlich ist,da jeder Gefolterte ein auf Lebenszeit geprüfter Feind der Amis bleiben wird und auch wenns tatsächlich so wärewärs schändlich und falsch!

Antworten Von Gast: CIA am 01.11.2007 um 01:15

Naja ...

Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, Folter darf es nicht geben. Aber ebenso darf es keinen Terror geben. Mit "darf nicht" kommt man jedoch nicht immer sehr weit. In Extremsituationen, die wir uns hier wahrscheinlich nicht mal vorstellen können, wird es Folter geben und aus einem gewissen Blickwinkel kann dies sogar gerechtfertigt sein. Wenn ich einen Terroristen (z.B. festgenommen nachdem sein Bombengürtel nicht explodiert ist) in die Hand bekomme und Informationen benötige um 10-15 unschuldige Menschen vor dem Tod zu retten würde ich auch nicht nur lieb nachfragen und dann ein "Nö, ich habe jetzt keine Lust mit ihnen zu reden. Ich will meinen Anwalt, mein Essen und mein Bett" als Antwort akzeptieren...

Antworten Von hl_1001 am 31.10.2007 um 19:43

Re: mensch sollte Hayden selbst foltern....

Gut, dass der Kommentar ganz oben stand - hab mir sofort das gleiche gedacht.

Und der nennt sich einen "Menschen". Ein Wahnsinn so etwas!!

Von Gast: störrischer Esel am 31.10.2007 um 16:19

Zeit für Nürnberg II ?

Wird es etwa Zeit, wieder Zellen & Gerichtssaal in Nürnberg abzustauben ? Der saubere Herr kann aber wenigstens die Sicherheit haben, "nur" lebenslang zu kassieren; gottlob wollen wir nicht einmal für solche die Todesstrafe.

Von Helmut Magnana am 31.10.2007 um 14:55

Die berühmten ameriikanischen "Werte"...

Zumindest offiziell basiert ja die US-Außenpolitik darauf, überall auf der weiten Welt die "allerchristlichsten amerikanischen Werte" zu verbreiten und verteidigen; warum bedient man sich also dazu ausgerechnet Staaten, die durchaus der "Achse des Bösen" angehören könnten; wenn sie nicht rasch vorher ihre nie enden wollende Sympathie für die USA bekundet hätten? So unterziehen diese Regimes halt neben ihren nationalen Oppositionellen auch noch in einer Sonderschicht, gleichsam als "Lohnfolterer", die von den USA "angelieferte Ware" einer "hochnotpeinlichen Befragung". Für mich ist das ein neuer Höhepunkt der eh bereits sattsam bekannten bigotten Heuchelei, welche seit jeher der heraus ragende Charakterzug amerikanischer Politik zu sein scheint.

Aber selbst dann, wenn man die Folterproblematik NICHT von der humanitären Warte aus betrachtet, sondern der rein pragmatischen Denkweise des Mr. Hayden zu folgen bereit ist: Die PRAXIS spricht von ihrer EFFIZIENZ her ohnehin klar DAGEGEN!

Antworten Von Ophicus am 31.10.2007 um 17:04

Re: Die berühmten ameriikanischen

Pragmatisch betrachtet ist die Folter dann sinnvoll, wenn man überprüfbare Angaben bekommt. Wenn ich 10 Leute foltere und einer mir unter Folter sagt wo ich einen Terroristen finde der gerade eine Bombe bastelt mit der er drei U-Bahn Züge in die Luft jagen will und ich daraufhin diesen Terroristen tatsächlich schnappe habe ich durchaus ein brauchbares Ergebnis erzielt - sogar wenn man die 9 Leute mitrechnet die unter Folter gelogen haben oder garnichts wußten weil sie unschuldig waren.
Rein pragmatisch gesehen lohnt sich die Folter also recht schnell. Effizienz ist nicht so das Problem, so lange man die richtigen Fragen stellt.

Antworten Antworten Von lurch am 01.11.2007 um 17:52

Re: Re: Die berühmten ameriikanischen

Ja, das klingt einfach. Ist es aber keinesfalls. Wenn jemand so gefoltert wird, daß er alles zugibt, was die Gegenseite hören will, dann heißt das ja noch lange nicht, daß das wahr ist.

Wenn ich jemanden so drangsaliere, daß er endlich zugibt, daß XY ein Massenmörder ist, dann heißt das ja noch lange nicht, daß XY wirklich ein Massenmörder ist. Das sagt der Gefolterte ja doch nur, damit die Qual aufhört. Also was habe ich da für eine Information?


Antworten Antworten Von vx am 01.11.2007 um 10:48

Re: Re: Die berühmten ameriikanischen

Reden wir weiter, nachdem Sie einer von den Neunen waren...

Von Gast: gottergebener am 31.10.2007 um 13:01

foltern

CIA-Chef verteidigt Folter: "So legal, wie sie nützlich ist"

also das heisst: wenn die folter nützlich is dann foltern wir halt drauf los.

Von Gast: Tja ... am 31.10.2007 um 13:01

der Fluch der bösenTat ...

Wenn Folter tatsächlich legal ist, dann auch die Folter an amerikanischen Aggressoren.

Antworten Von alice am 31.10.2007 um 16:02

folter

das kommt zu 100 % als nächstes...dass nämlich amis im irak od afghanistan oder sogar im westen (urlauber ) auf offener strasse gekidnappt werden....dann gefoltert das ganze gefilmt und ins internet gestellt sozusagen als retourkutsche

Von Ratio am 31.10.2007 um 12:51

Man sollte Herrn Hayden foltern,

damit er gesteht, ob und was der CIA mit dem Anschlag auf das World Trade Center zu tun hatte. Wenn er nichts sagt, dann weiß er wenigstens, wieviel Spaß jene haben, denen er die Folterknechte schickt, während er genüsslich Champagner im Kreise seiner Liebsten schlürft.

Antworten Von Gast: Foltern tut not am 31.10.2007 um 13:10

Re: Man sollte Herrn Hayden foltern,

Unter der Folter würde Herr Hayden sicher zugeben, maßgeblich an 9/11 beteiligt gewesen zu sein. Womit diese Frage endlgültig geklärt wäre, durch eine nützliche und legale Maßnahme.

Antworten Antworten Von Ratio am 31.10.2007 um 14:46

Re: Re: Man sollte Herrn Hayden foltern,

Eben. Damit kommt genau jene ehrliche Aussage unter Folter heraus, wie sie die Amis von ihren Opfern bekommen. Früher hieß das Hexenverbrennung: unter Folter und Tränen gestanden die armen Frauen, dass sie mit dem Teufel gebuhlt und daraufhin eine Kröte gebärt hätten und diese mit schwefelartigem Gestank das Weite beim Anblick eines Mönches gesucht habe. Der Mönch nickt dazu und die arme Frau bekam dann als Erleichterung zum Sterben auf dem Scheiterhaufen einen Pulversack umgehängt, den es aber erst dann zerriss, als der Körper bereits lichterloh brannte. Soweit zur Wahrheitsfindung.

Antworten Antworten Antworten Von Ophicus am 31.10.2007 um 15:50

Re: Re: Re: Man sollte Herrn Hayden foltern,

Ach ist die Welt nicht schön einfach schwarz weiß?
Folter ist nicht gleich Folter.
Wenn man die Folter aus moralischen Gründen ablehnt (weil sie ja grausam ist) dann ist das durchaus legitim. Wenn man aber anfängt damit zu argumentieren, dass sie ja sowieso keine brauchbaren Ergebnisse bringt, dann begibt man sich auf sehr dünnes Eis.
Geständnisse unter Folter sind sicher nicht zuverlässig. Aber nachprüfbare Informationen lassen sich nachprüfen. Also wenn jemand unter Folter gesteht einen Mord zu begehen nützt das garnichts. Wenn der gleiche Verdächtige aber unter Folter aussagt wo er die Leiche versteckt hat lässt sich das nachprüfen und damit ist es für die Wahrheitsfindung durchaus nützlich.

Antworten Antworten Antworten Antworten Von panda82 am 31.10.2007 um 16:23

Re: Re: Re: Re: Man sollte Herrn Hayden foltern,

Hallo mein lieber KZ-Waechter...

Ich vermisse dich soooooo...............

Antworten Antworten Antworten Antworten Von Ratio am 31.10.2007 um 16:08

Re: Re: Re: Re: Man sollte Herrn Hayden foltern,

Toll. Ich stell mir vor, wie Sie gefoltert werden, damit Sie gestehen, wo Sie eine Leiche (!) verscharrt haben. Sie könnens nicht sagen, da Sie keine Leiche versteckt haben (hoffentlich), bekommen aber wegen Ihrer unkooperativen Zusammenarbeit Drähte um die Hoden geschlungen und ein Gutmensch (der auf der Seite der Sieger steht) dreht mal den Strom so auf, dass Sie gerade noch bei Bewußtsein bleiben, um den Schmerz zu spüren. Sie können immer noch nichts sagen, denn da ist ja nichts, aber es glaubt Ihnen niemand. Statt dessen schiebt man einen weiteren Draht in Ihren After und dreht wieder auf, dass es raucht. (Die Folter-Methoden fanden im Abu Graib Gefängnis, Bagdad/Irak, statt). Sehen Sie, so weiß ist Ihre Welt!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Von Gast: Unbeugsam am 31.10.2007 um 18:05

Re: Re: Re: Re: Re: Man sollte Herrn Hayden foltern,

Schon, aber Wolfi hat wenigstens gleich unaufgefordert die Stromrechnung dafür bezahlt, damit President Bush gleich sehen kann, wie kooperativ wir sind. Und das ist gut so!

 
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