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Oper

Diese Liebe tanzt über Leichen: "Poppea" in Wien

Von Salzburg nach Wien übersiedelt: Jan Lauwers’ wirbelnde, wimmelnde Tanztheaterdeutung.Staatsoper/Michael Pöhn
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„L’Incoronazione di Poppea“: expressive Stimmen in Jan Lauwers’ Monteverdi-Wimmelbildern.

Addio, addio – oder, wie genau genommen im Libretto steht: „A Dio!“ Die alte Schreibweise offenbart, dass Gott in der Abschiedsformel steckt, und gottgleich sind sie einander, der Kaiser Nerone und seine Geliebte Poppea. Ihr langes Lebewohl gleich am Ende der ersten gemeinsamen Szene im Eröffnungsakt scheint kein Ende zu nehmen, immer wieder aufs Neue werden Liebe beteuert und Wiederkehr versprochen. In Jan Lauwers’ Regie gerät das wiederholte Addio freilich geradezu zu einem Test jener Anziehung, die Poppea auf den Kaiser ausübt und der sie sich halb spielerisch, halb mit Bedacht unablässig versichert.