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Wien: Hetzerische Islambücher an Schulen?

Religionsbücher an zwei Privatschulen in Wien sollen Hetzparolen enthalten - unter anderem sei etwa zu lesen, dass "Ungläubige aus der Nachbarschaft" zu bekämpfen seien.

Aufregung über Religionsbücher an zwei Privatschulen in Wien: Die an der Saudi-Arabischen Schule in Wien-Floridsdorf und der Arabischen Schule in Wien-Ottakring verwendeten Islam-Lehrbücher würden verhetzende Passagen enthalten, behauptet das Magazin "News" in seiner jüngsten Ausgabe.

Es herrsche aber Unklarheit, welche Instanz rechtlich für die Angelegenheit zuständig sei. So sei man sowohl im Bildungsministerium als auch im Stadtschulrat der Ansicht, dass es jeweils Aufgabe der anderen Behörde sei, Religionsbücher zu prüfen.

In einem Buch der Saudi-Arabischen Schule  ist laut einem von "News" beauftragten Übersetzungsbüro zu lesen, dass die einzig "wahre Religion der Islam" sei und andere Religionen "nicht gelten".

Auch Parolen wie "Bekämpfet die Ungläubigen, die in eurer Nachbarschaft leben. Lasst sie eure ganze Strenge spüren" seien in den Lehrbüchern zu finden. Christen und Juden würden als "Götzenanbeter" bezeichnet, welche "die schlechtesten Geschöpfe" seien und in "das Höllenfeuer" kämen.

In dem Lehrbuch der Arabischen Schule wiederum sei eine Rede des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi abgedruckt, in der es unter anderem heißt: "Zerstört die Bibliotheken, aus denen nur Dunkelheit, Schmutz des importierten Gedankengutes, kapitalistisches, rückschrittliches Gedankengut, jüdische und kommunistische Gedanken kommen."

In dem Buch ist auch der Aufruf abgedruckt, alle Schulbücher, "die die Wahrheit nicht ausdrücken und deren unwichtige Inhalte unsere Köpfe füllen", zu verbrennen und zu zerstören.

Religionslehrbücher egal welcher Gemeinschaft müssen - wie andere Lehrbücher - approbiert werden, gab das Kultusamt des Ministeriums bekannt. Dazu komme noch, dass die beiden betroffenen Schulen private "Statut"-Schulen mit ausländischem Lehrplan seien, denen kein Öffentlichkeitsrecht zukommt.

Wer Öffentlichkeitsrecht beantrage, werde natürlich genau geprüft - "das Problem ist aber: Wie gehe ich mit Schulen um, die gar kein Öffentlichkeitsrecht wollen?", so der Wiener Stadtschulrat.

Laut "News" prüfe das Unterrichtsministerium allerdings bereits, ob die beanstandeten Lehrbücher gegen das Gebot der "staatsbürgerlichen Erziehung" verstoßen, die im Religionsunterrichtsgesetz und im Schulorganisationsgesetz geregelt ist.