Das Hollerkoch in Gersthof wurde neu übernommen.
Fokus auf Unkompliziert essen

Lokalkritik: Das Hollerkoch in Gersthof

Das Hollerkoch in Gersthof hat nach einer Neuübernahme wieder geöffnet. Hier gibt es Schnitzel, Champagner und Beef Tatar. Die Nachbarschaft nimmt das Abendlokal gut an.

Beim Essen kommen die Leut’ zam. Nichts Neues, aber manchmal stimmt es einfach. Es gibt Lokale, für die reist man von weit an, nur weil die Küche so gut ist. Und dann gibt es die, die in der Nähe sind und die man dafür nutzt, wofür sie eben da sind: um sich mit Freunden zu treffen, zu reden und ein Gläschen zu trinken oder etwas zu essen.

In diese Kategorie fällt wohl das Hollerkoch in Gersthof, das nach einer kurzen Unterbrechung und darauf folgenden Neuübernahme nun wieder geöffnet hat. Dass das Lokal gut in die Gegend passt, wird allein dadurch deutlich, dass es nicht nur gut besucht ist, sondern sich die Gäste auch gegenseitig grüßen. Man kennt sich aus dem Grätzel.

Das Ambiente passt auch gut in die Gegend: schick, aber irgendwie trotzdem lässig, hochwertig und modern. Geöffnet ist nur abends (was nicht ganz zur Bezeichnung „Restaurant, Bar, Café“ passt). Auf der Karte stehen keine großen Überraschungen, aber vielleicht passt auch das gut hierher: Sprudel und Paniertes. So gibt es etwa ein Special aus „Schnitzel & Champagner“, mit zwei Portionen Schnitzel, vom Biokalb „aus der Region“ steht hier geschrieben (welche, wird nicht verraten), und einer Flasche Winzer-Champagner Lamiable Grand Cru (99, 90 Euro).

Sonst hat man ein Auge darauf gelegt, was gerade angesagt ist: Beef & Avocado Tatar, Bowls, Salate, Miesmuscheln, Risotto (derzeit mit Spargel), Thai Curry, aber auch Schinkenfleckerl. Die Rinderbouillon mit Frittaten (6,90 Euro) ist überaus kräftig, das Beef-&-Avocado-Tatar mit getoastetem Öfferl-Brot (15,90 Euro) tadellos und eine üppige Portion als Vorspeise. Das Kalbsbutterschnitzel mit Erdäpfelpürree, Erbsen, Saft und Röstzwiebel (19,50 Euro) ist auch eine feine Sache. Nur der (kleine) gegrillte Wolfsbarsch hätte sich eine besser Unterlage als ein gar wässriges und noch dazu kaltes Spargelrisotto verdient (22,90 Euro).

Dazu gibt es das prickelnde Fräulein Rosé vom Mayer am Pfarrplatz und andere mehr oder weniger klassische Weine aus Wien, Niederösterreich, dem Burgenland sowie Champagner. Alles in allem ein Ort, an dem man es gut aushält.

Info

Hollerkoch: Gersthofer Straße 14, 1180 Wien, Di bis Sa 18–23 Uhr, Tel.:  0660/860 94 01, www.hollerkoch.at


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