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Wiener VP: „Brauchen neue Ideen“

Neues Gesicht in der Wien-VP: Elisabeth Olischar. [
Neues Gesicht in der Wien-VP: Elisabeth Olischar. [(c) APA/�VP WIEN/JAKOB GLASER (JAKOB GLASER)
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Die künftige Gemeinderätin Elisabeth Olischar sieht in Stadtplanung und Verkehrspolitik wenig Innovatives.

Wien. Von Beruf ist sie Projektmanagerin bei einer Consultingfirma, im politischen Leben engagiert sich Elisabeth Olischar (27) seit Jahren in der Döblinger Bezirkspolitik und wird in Hinkunft an vorderster VP-Front im Wiener Rathaus tätig sein. Ihre Schwerpunktbereiche sind Stadtplanung und Mobilität. Da sie Landschaftsplanung und Stadtentwicklung studiert habe, würden diese Bereiche künftig auch in ihrer politischen Arbeit im Zentrum stehen, sagt Olischar zur „Presse“.

Gerade in den Bereichen Mobilität und Gestaltung des öffentlichen Raums fehlten in Wien die innovativen und neuen Konzepte. Und wenn welche kämen, dann würden sie viel zu wenig gefördert. So fehlt der Neo-Gemeinderätin in der Stadtplanung die Innovation. „Es ist zu wenig, nur einen Baum aufzustellen, um grün zu sein.“ Da müsse man beispielsweise mehr in Richtung Fassadenbegrünung denken.

Wie berichtet ist Olischar am Dienstag vom neuen Landesparteichef Gernot Blümel in die vorderste Reihe der VP-Wien gehievt worden. Sie wird Abgeordnete und stellvertretende Klubchefin, bei Halbzeit der Legislaturperiode wird sie dann die Funktion der Klubchefin übernehmen und damit Manfred Juraczka nachfolgen.
Zur Situation der Wiener ÖVP und den Gründen für ihre Verluste will Olischar im Moment nicht viel sagen. „Es gibt viele Ursachen, warum die ÖVP verloren hat, aber weit wesentlicher ist für uns die Frage, wie es weitergeht. Wir befinden uns in einem Erneuerungsprozess. Und der geht nicht von heute auf morgen.“

Lieber spricht sie über ihre Lieblingsthemen. Etwa Autoverkehr und Mobilität. „Ich selbst brauche in der Stadt kein Auto, aber es gibt Situationen, in denen man es braucht. Und es gibt Situationen, in denen man mit dem Rad alles erreicht.“ Ihr sei jedenfalls die Freiheit wichtig, sich selbst so zu bewegen, wie sie es brauche, sagt Olischar. Sie halte da nichts von Verboten. Ein weiterer Punkt seien die Pendler, da müsse man bessere Rahmenbedingungen schaffen, um die Autos schon am Stadtrand abstellen zu können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2015)