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KärntenNational bis 10 Mio. Euro

1. Platz: Piplan Industrieanlagen

Piplan-Eigentümer Harald Matzka stützt sich auf gute, langjährige Mitarbeiter.(c) Sissi Furgler Fotografie
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Der Familienbetrieb punktet bei Wasserverbänden und Bauunternehmen.

Piplan ist der Spezialist für Industrieanlagen. Der Familienbetrieb aus Feistritz an der Drau entwickelt vor allem Anlagen zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. 2017 lag der Umsatz bei rund 1,9 Mio. Euro. Bei Austria's Leading Companies ist das Unternehmen Stammgast und regelmäßig unter den Topplatzierten. Für Piplan-Chef und Eigentümer Harald Matzka liegen die Erfolgskriterien auf der Hand: „Gute, langjährige Mitarbeiter, Bodenständigkeit trotz Erfolgs; Ehrlichkeit und hohe Qualität haben oberste Priorität.“ Qualität vor Quantität und absolute Termingenauigkeit sind weitere ausschlaggebende Punkte der Firmenphilosophie.

Piplan wurde 1983 als Zweigstelle der Wiener Firma Falko in Kärnten gegründet und kaufte sich 1989 frei. Nach dem tragischen Unfalltod von Piplan-Gründer Peter Matzka mussten die beiden Brüder Michael und Harald Matzka relativ jung die Fäden des Betriebs in die Hände nehmen. „Auch nach über 35 Jahren ist das Unternehmen familiär geprägt und der Zusammenhalt sehr stark“, sagt Harald Matzka. „Unser Weg ist unser Erfolg“ lautet das Firmenmotto von Piplan. Zu den Kunden zählen in erster Linie Gemeinden, Wasserverbände und Bauunternehmen. Dem Familienbetrieb gelingt es immer wieder, Großaufträge im Bereich Rohrverlegung, Errichtung von Kläranlagen und Pumpstationen an Land zu ziehen. „Uns ist aber auch jeder kleine Auftrag genauso wichtig“, betont Harald Matzka. Umsatzstärkster Auftrag der vergangenen Jahre war die Wasserversorgungsanlage Techelsberg BA011 am Wörthersee mit knapp 1,2 Millionen Euro und fast neun Kilometern erdverlegten Rohrleitungen. Mit diesem Tiefbauprojekt ging Piplan zu seinen Wurzeln zurück, mit denen das Unternehmen einst startete. Untypisch für die gegenwärtige Auftragslage von Piplan, dessen Kerngeschäft der Edelstahlrohrleitungsanlagenbau ist.

Nicht untypisch für das Familienunternehmen ist das Schlagwort Nachhaltigkeit. Man bemüht sich um energieeffiziente Neuerungen bei der Herstellung und Verarbeitung der Produkte, achtet auf kurze Transportwege und den Einsatz schonender, umweltverträglicher Reiniger und Hilfsstoffe.

 

Sanierungsspezialist

Im Bereich Trink- und Abwasser spezialisiert sich Piplan auch auf Sanierungen. Alte Schächte und Pumpstationen, die früher aus Eisen gefertigt wurden und allmählich rosten, werden von dem Drautaler Unternehmen komplett neu durch Edelstahlverrohrungen ersetzt. Mazka: „Auf diesem Gebiet haben wir sehr viel Erfahrung, sind sehr flexibel und daher fast konkurrenzlos.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2018)