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Welche Lebensmittel im November teurer und billiger wurden

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Symbolbild(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Grafik Die Inflation verharrte im November bei 2,2 Prozent. Der wöchentliche Einkauf legte um überdurchschnittliche 4,5 Prozent zu.

Die Inflationsrate für November 2018 lag nach Berechnungen von Statistik Austria wie im Oktober 2018 bei 2,2 Prozent. Der Preisauftrieb bei Treibstoffen war etwas geringer als zuletzt, und Flugtickets wurden deutlich billiger, hingegen verzeichneten Pauschalreisen einen deutlichen Preissprung. Die Ausgaben für Wohnung, Wasser und Energie zeigten sich als stärkster Preistreiber, gefolgt von jenen für Verkehr. sie legten im Vorjahresvergleich durchschnittlich um 2,8 Prozent zu.

Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 4,5 Prozent.

Die Preissteigerung für den täglichen Einkauf stieg weniger, der für den wöchentlichen Einkauf stärker als die Gesamtinflation. Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, erhöhte sich im Jahresvergleich um 0,2 Prozent. Im Oktober hatte dieser noch um 0,7 Prozent zugelegt.

Strom deutlich teurer

Ausschlaggebend für den Anstieg beim Wohnen war die Preisentwicklung der Haushaltsenergie. Die Ausgaben für Strom stiegen im November um 3,9 Prozent, jene für feste Brennstoffe um 9,7 Prozent sowie jene für Fernwärme um 2,5 Prozent. Gas verbilligte sich hingegen um 3,3 Prozent. Die Mieten stiegen insgesamt um 3,4 Prozent.

Die Kosten für den Verkehr stiegen durchschnittlich um 4,0 Prozent, vornehmlich verursacht durch die Treibstoffpreise, die sich insgesamt um 13,4 Prozent verteuerten. die Reparaturen privater Verkehrsmittel kosteten um 2,9 Prozent mehr. Hingegen fielen die Preise für Flugtickets um 9,5 Prozent, nachdem sie noch im Oktober um 6,6 Prozent zugelegt hatten.

Gegenüber dem Vormonat Oktober ist die Inflation im November um 0,2 Prozent gestiegen. Dafür war vor allem der Sektor Freizeit und Kultur verantwortlich, der sich als Hauptpreistreiber erwies. Dieser legte um durchschnittlich +1,4 Prozent zu.. Ausschlaggebend dafür waren teurere Pauschalreisen, die sich um 6,8 Prozent verteuerten. Als Hauptpreisdämpfer im Monatsvergleich zeigten sich Ausgaben für Verkehr. Dazu trugen überwiegend deutlich niedrigere Preise für Flugtickets bei, die sich um 19,3 Prozent verbilligten.

Die jährliche Inflationsrate ist im Euroraum im November gegenüber Oktober von 2,2 auf 1,9 Prozent zurückgegangen. In der EU sank sie von 2,2 auf 2,0 Prozent. Österreich lag mit einer Preissteigerung von 2,3 Prozent im November auf Platz zehn in der EU-28.

(APA/red./herbas)