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Stadtwanderweg 1: Um den Wiener Kahlenberg

Kahlenberg, Aussichtsplattform, Blick auf Wien
Blick vom Kahlenberg auf Wien(c) (Michaela Bruckberger)
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leichtNur wenige Millionenstädte bieten den Luxus, dass sie von einem erhöhten Punkt aus überblickt werden können. Der Stadtwanderweg 1 führt gleich zu zwei solchen Orten: dem Kahlen- und dem Nussberg.

Der Mensch schaut gern von oben herab. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Orte, die attraktive Aus- und Fernblicke erlauben, gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen überhaupt. In Wien stehen Kahlen- und Nussberg ganz oben auf dieser Liste. Ein Glück, dass der Stadtwanderweg 1 gleich über beide Aussichtspunkte führt, denn: Nur wenige Millionenstädte dieser Welt bieten den Luxus, aus ihrer unmittelbaren Umgebung und von einem erhöhten Punkt aus überblickt werden zu können.

Logischer, weil auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichender Ausgangspunkt der Tour, ist die Endstation der Straßenbahnlinie D. Über Bockstraße und Nussberggasse führt die Route zur Eichelhofstraße. Vom Zeisenbügel geht's schließlich links weg direkt in die Rieden des Nussbergs. Das größte und bekannteste Weinbaugebiet Wiens heißt übrigens deshalb so, weil dort im Mittelalter unzählige Haselnusssträucher und Nussbäume wuchsen. Mit wunderbarem Wien-Blick im Rücken führt es nun stetig bergan, vorbei am Gasthaus Eiserne Hand, über die Josefinenhütte und den Friedhof Kahlenberg bis hin zum weithin sichtbaren Kahlenbergsender und der daneben stehenden Stephaniewarte.

Weiter führt der Weg über die Höhenstraße in den Stiftswald. Kurz vor der Gnadenkapelle schwenkt der Weg unter der Höhenstraße hindurch in die Wildgrube und weiter zum Pisenkopf, von wo aus der Weg entlang des Schreiberbachs bis zurück zum Ausgangspunkt führt. Wer es nicht so eilig hat, kann bei einem der unzähligen Heurigen einkehren. Gutes Schuhwerk empfohlen.

Auf einen Blick

Anforderung: leicht

Dauer: 3 bis 4 Stunden

Startpunkt: Nussdorf

Anfahrt: Mit dem Straßenbahnlinie D

Alle Wanderrouten im Überblick

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2009)