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Wiener ÖVP wirbt mit Häupl-Plakat

OEVP-Plakate
OEVP-Plakate(c) (Clemens Fabry)
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Die Wiener Volkspartei plakatiert SP-Bürgermeister Häupl mit Sturmfrisur und dem Slogan "Frischer Wind für Wien". Ziel der Kampagne ist eine rot-schwarze Koalition.

Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl wirbt auf Plakaten für die ÖVP - allerdings ohne sein Wissen: VP-Spitzenkandidatin Christine Marek verleiht ihrer Koalitionsaussage in Richtung SPÖ nun auch bildlichen Ausdruck und affichiert das Stadtoberhaupt mit Sturmfrisur und dem VP-Slogan "Frischer Wind für Wien". Auf einem zweiten Sujet ist Marek selbst abgebildet - ebenfalls neben dem in rot-schwarz gehaltenen Wahlspruch.

"Mir ist bewusst: Es ist ein unkonventioneller Ansatz, mit einer klaren Koalitionsaussage in die Wahl zu gehen", sagte Marek bei der Präsentation ihrer Kampagne am Donnerstag. Sie habe sich "immer an der Realität orientiert." Und diese sei nun mal, dass die SPÖ bei der Wahl die meisten Stimmen bekommen und auch nach der Wahl den Bürgermeister stellen werde.

"Duell Häupl-Strache reine Inszenierung"

Deshalb sei das vermeintliche Bürgermeister-Duell zwischen Häupl und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auch reine Inszenierung: "Strache wird nicht Bürgermeister sein und auch nach der Wahl im Nationalrat sitzen." Für die ÖVP gelte hingegen: "Wir stehen bereit als schwarzer Pfeffer für die Roten."

Um dabei aus dem Windschatten der regierenden SPÖ herauszutreten, muss die ÖVP jedoch erst deren absolute Mandatsmehrheit brechen - was das erklärte Ziel der "Frischer Wind für Wien"-Kampagne ist. Es stelle sich die Frage "Muss denn Politik in Wien absolut so sein?". So lautet das dritte, gänzlich in Rot gehaltene Werbesujet.

Marek versprich, dass bei einer schwarzen Regierungsbeteiligung Unternehmensgründungen beschleunigt, die Stadtwache geschaffen und eine transparente Stadtbilanz nach Hamburger Vorbild eingeführt würden. Sie plädiert außerdem für eine Vorschulpflicht bei ungenügenden Deutschkenntnissen und 1000 zusätzliche Lehrer für Wien.

(APA)