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FPÖ-Comic offenbar mit NS-Symbolik

Wien-Wahl: FPÖ-Comic offenbar mit NS-Anspielung
Wien-Wahl: FPÖ-Comic offenbar mit NS-Anspielung(c) Die Presse digital (Montage/fpoe.at
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In den "Wiener Sagen" der Wiener Freiheitlichen wird ein rot-grüner Basilisk mit "Odal"-Mundwasser bekämpft. "Odal" war eine "NS-Monatsschrift für Blut und Boden". Die FPÖ kontert mit "das ist lächerlich".

Das umstrittene Wahl-Comic der FPÖ enthält laut "profil online" Anspielungen auf die Zeit des Nationalsozialismus. Konkret geht es um den Begriff "Odal", der in der Broschüre vorkommt. Diesen Namen trug laut dem Bericht ein NS-Blatt. Die Freiheitlichen haben diesen Zusammenhang gegenüber "profil online" als Fehlinterpretation zurückgewiesen.

"Odal - Monatsschrift für Blut und Boden"

In dem Comic wird Rot-Grün personifiziert und als stinkender Basilisk dargestellt, ärger, wie es heißt, als alle "Giftler" in einer Antifa-Kommune. In dem Druckwerk taucht neben der rot-grünen Kreatur eine Mundwasserflasche auf, nachempfunden einer bekannten Marke. Doch nicht der ähnlich klingende Markenname, sondern eben "Odal" prangt in großen Lettern auf der Flasche.

So hieß laut "profil online" ab 1939 ein NS-Blatt ("Odal - Monatsschrift für Blut und Boden"). Es wurde von Walther Darre herausgegeben, der laut dem Bericht als Chef des SS-Rasse- und Siedlungshauptamtes, NS-Reichsbauernführer und großdeutscher Ernährungsminister Hitlers Expansionspläne exekutierte. Darre forderte demnach eine Überwachung der menschlichen Fortpflanzung durch "Zuchtwarte".

FPÖ: Comic zielt auf Mundwasser ab

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky betonte gegenüber "profil online", die Verwendung von "Odal" in der Wahlkampfbroschüre von dessen NS-Bedeutung abzuleiten, "ist sicher eine Fehlinterpretation". Das umstrittene FP-Comic, in dem "Sagen aus Wien" dargestellt werden, hat bereits wiederholt für massive Kritik gesorgt. Inzwischen wurden von den Grünen und der Islamischen Glaubensgemeinschaft Anzeigen eingebracht. Sie vermuten den Straftatbestand der Verhetzung.

Die im umstrittenen FPÖ-Comic "Wiener Sagen" verwandte Mundspülung namens "Odal" beziehe sich keineswegs, wie von "profil online" behauptet, auf ein gleichnamige NS-Monatsschrift, sondern sei schlicht die Verballhornung eines bekannten Markenmundwasser, amüsierte sich FP-Generalsekretär Herbert Kickl am Dienstag in einer Reaktion: "Wenn es um FPÖ-Comics geht, kennt die linke Paranoia offensichtlich überhaupt keine Grenzen mehr."

Die Kritiker machten sich mit ihren Interpretations-Purzelbäumen jedenfalls immer lächerlicher. Er, Kickl, wäre nicht im Traum auf die Idee gekommen, "Odal" in einen NS-Zusammenhang zu bringen. Man habe lediglich, nachdem sich ein bekannter Autohersteller wegen der Verwendung seines Sterns im vormaligen Comic "Der blaue Planet" beschwert hatte, eine mögliche Nähe zum Mundwasserproduzenten vermeiden wollen.

(APA)