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Raus aus Gas: Grünstromerzeuger Enery fordert Ausbau von Photovoltaik für günstige, saubere Stromerzeugung

Enery / Thomas Peintinger
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Um die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren und die Strompreise zu senken, fordert Österreichs Grünstromerzeuger Enery einen raschen Ausbau des Stromnetzes.

Permanent steigende Gaspreise, Abhängigkeit von Energie-Importen, hohe Belastungen für Industrie und Konsument*innen. „Wenn die letzten Tage und Wochen eines gezeigt haben, dann die Tatsache, dass Strom- und Gaspreise in Österreich nicht nachhaltig sind“, erklärt dazu Ferdinand Trauttenberg, Geschäftsführer des österreichischen Grünstromerzeugers Enery.

Als Österreich-Chef eines Unternehmens, das auf erneuerbare Energieerzeugung spezialisiert ist, ist ihm der Wettbewerbsnachteil der österreichischen Industrie schmerzlich bewusst: „In Österreich ist der Strompreis im internationalen Vergleich teilweise deutlich höher – und wird das auch bleiben, wenn der Ausbau von Photovoltaikanlagen nicht jetzt beschleunigt wird“, zeigt sich Trauttenberg besorgt.

„Es müssen rasch Flächen für Photovoltaik zur Verfügung gestellt sowie Netzzugänge für Freiflächenanlagen ermöglicht werden, da diese die günstigste und nachhaltigste Form der Stromerzeugung darstellen. Enery hat sich seit drei Jahren auf die Fahnen geheftet, leistbaren Grünstrom für Österreichs Industrie zu produzieren – heute ist das relevanter denn je.“

In Österreich lag der Fokus zu lange auf Förderungen für Erneuerbare Energieträger. „Das muss sich ändern und gerade jetzt besteht die Chance dafür“, so der Enery-Geschäftsführer.

Auch aufgrund der aktuellen Ereignisse in Europa plant die EU-Kommission, die Abhängigkeit von Gas zu reduzieren und Genehmigungsverfahren sowie Widmungen für erneuerbare Kraftwerke zu beschleunigen. Ferdinand Trauttenberg: „Wir brauchen in Österreich eine einheitliche Regelung für Zonierung und Genehmigung von geeigneten Flächen für Photovoltaik. Der Netzausbau muss nationale Priorität und Netzzugänge müssen transparent möglich gemacht werden. Prioritätsprojekte für strategische Infrastruktur können die Strompreise rasch wieder senken.“ Nachsatz: „Wir haben in unserer Unternehmensgruppe* im letzten Jahr 500 Anlagen auf Dächern und Parkplätzen in Österreich gebaut, wir wissen aber gerade deswegen, dass Dachflächen und Spezialflächen nicht reichen und wir rasch einen parallelen Ausbau von biodiversen Freiflächen-PV-Anlagen brauchen.“

Dass alle an einem Strang ziehen, ist für den Enery-Geschäftsführer das Gebot der Stunde. Nur so wird es möglich sein, einen fairen und transparenten Markt zu schaffen, auf dem die günstigsten und besten Projekte möglich sind. Zum Wohle der Konsument*innen und der Industrie.

*) In der Gruppe integriert sind E-König und ET König