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Glosse

Ein richtig schlechter Return

Am härtesten trifft der Punkte-Entzug übrigens jenen Wimbledon-Champion, der sich besonders für seine russischen Kollegen einsetzt: Novak DjokovićPool via REUTERS
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Der Rasen auf dem Centre-Court sprießt bereits prachtvoll, acht Millimeter hoch, Streifenbreite 91 Zentimeter, so wie seit 145 Jahren eben. Und doch ist man im altehrwürdigen All England Club vom Head Groundsman abwärts alles andere als amused.

Erst wurde Wimbledon von der britischen Regierung als einzigem Grand-Slam-Turnier der Welt ein Russland-Bann oktroyiert, weil in Zeiten russischer Kriegsverbrechen eben niemand Putins Landsleute auf dem heiligen Rasen jubeln sehen will. Als Reaktion darauf hat nun die plötzlich vereinte Tenniswelt dem Mekka des weißen Sports auch noch alle Ranking-Punkte gestrichen. Sogar der Wimbledon-Titel wird in der Weltrangliste unbelohnt bleiben.

Zur Erinnerung: Selbst als Tennisspielerin Peng Shuai sexuellen Missbrauch durch Chinas Vizepremier beklagte und verschwand (!), hatten ATP, WTA und ITF kein Interesse an einem solchen Schulterschluss. Shocking eigentlich.

Am härtesten trifft der Punkte-Entzug übrigens jenen Wimbledon-Champion, der sich besonders für seine russischen Kollegen einsetzt: Novak Djoković verliert 2000 Punkte – auch wenn er heuer wieder an der Church Road triumphiert.