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Gesundheit

Pioniergeist verändert Leben

Michael Kreppel-Friedbichler ist seit 2021 Geschäftsführer von Biogen Österreich.
Michael Kreppel-Friedbichler ist seit 2021 Geschäftsführer von Biogen Österreich.(c) Csaky/Biogen
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Michael Kreppel-Friedbichler glaubt fest daran, dass in der Neurowissenschaft noch viele Innovationen möglich sind, die Patienten neue Hoffnungen geben.

Sie waren u. a. für Sanofi und Roche tätig. Was reizte Sie an Biogen Österreich?

Michael Kreppel-Friedbichler: Biogen ist ein Biotech-Unternehmen mit klarem Fokus auf Neurowissenschaften und zeigt in diesem Bereich viel Neugier, Mut und Zielstrebigkeit. Mich fasziniert das Herzblut, mit dem an die Forschung herangegangen wird. Biogen zieht die ersten Spuren im Schnee. Diese Risikobereitschaft ist für den Pioniergeist sehr entscheidend. Ich bin seit mehr als 20 Jahren in diesem Bereich tätig und bin überzeugt, dass wir nun in den Neurowissenschaften vor einer ähnlichen Innovationswelle stehen, wie in der Onkologie vor rund 25 Jahren.

In welchen Bereichen der Neurowissenschaft hat Biogen bereits für Innovationen gesorgt?

2004 erzielte Biogen mit einem Medikament den ersten Durchbruch bei Multipler Sklerose (MS). Bis dahin war der Rollstuhl in vielen Fällen das unweigerliche Bild, an das man bei der MS-Diagnose dachte. Biogen brachte einige hochwirksame Produkte hervor, wodurch MS-Patienten wieder in die Lage kommen, über zukunftsgerichtete Themen (wie zum Beispiel: Familienplanung) nachzudenken. Mittlerweile ist die MS-Forschung so vorangeschritten, dass neben breiten Therapiemöglichkeiten auch immer mehr personalisierte Therapien Realität werden und für jeden Patienten das maßgeschneiderte Programm auf die individuellen Bedürfnisse zusammengestellt werden kann. Große Erfolge erzielte Biogen auch bei der Spinalen Muskelatrophie (SMA). Bis 2017 war diese Diagnose mehr oder weniger ein Todesurteil. Biogen entwickelte die erste Therapie für SMA und hat die Behandlung grundlegend revolutioniert und diese diente als Katalysator für weitere Entwicklungen.

Worauf legt Biogen gegenwärtig den Forschungsfokus?

Wir wollen auch weiterhin in Bereichen neue Maßstäbe setzen, wo es heute nach wie vor nur unzureichende Therapieoptionen gibt, wie etwa bei Alzheimer, Parkinson, Depression usw. Daneben setzen wir auch stark auf die Digitalisierung. Nicht nur in Richtung Patienten-Support-Programme, sondern auch, um Funktion und Wirksamkeit von Produkten zu optimieren – von Virtual-Reality-Konzepten bis hin zu digitalen Therapien.

Biogen hat Niederlassungen in mehr als 40 Ländern. Welchen Beitrag leistet hier speziell Biogen Österreich?

Wir sind an internationalen klinischen Medikamentenentwicklungen beteiligt, machen dazu klinische Studien in Österreich und sorgen dafür, dass Patienten in Österreich rasch von den innovativen Therapien profitieren können und diese einfach verfügbar sind. Weiters informieren wir über unsere Medikamente und den aktuellen Stand der Wissenschaft. Somit ist gewährleistet, dass unsere Medikamente flächendeckend im Land verbreitet werden können. Und Österreich hat die optimale Größe, um den Pioniergeist voranzutreiben. Es ist ein guter Nährboden für Pilotprojekte.

Allerdings ist unser Gesundheitssystem schwerfällig und bürokratisch. Bremst das den Pioniergeist?

Auf der einen Seite hat das Gesundheitssystem viele Stärken wie etwa ein gutes Krankenhaussystem und ausgezeichnete Basisstrukturen von niedergelassenen und Krankenhausärzten. Auf der anderen Seite gibt es keine übergeordneten Ziele, sondern jeder Partner im Gesundheitswesen folgt seinen eigenen Vorgaben. Das bringt Interessenskonflikte und baut unnötige Hürden auf. Überall dort, wo im System die Stellschrauben zusammenkommen, gibt es Reibungsverluste. Hier würde sich lohnen, den holistischen Gedanken zu betrachten, bei dem der gesamte Patientenpfad ins Auge gefasst wird und nicht nur ein singulärer Punkt.

www.biogen.at

 

Biogen-189942, November 2022