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Mau-Mau-Aufstand: London entschädigt Folter-Opfer

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Großbritannien will Opfer von Mau-Mau-Aufstand in Kenia entschädigenEPA
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Der Mau-Mau-Aufstand in Kenia in den 1950er Jahren war der blutigste Kolonialkrieg der Briten. Nun entschuldigt sich Großbritannien.

Die britische Regierung hat den Opfern des "Mau-Mau"-Aufstandes in Kenia während der Kolonialherrschaft Entschädigungszahlungen zugesagt. Insgesamt sollen 19,9 Millionen Pfund (23,4 Millionen Euro) an mehr als 5000 Kenianer gehen, die im Kampf um die Unabhängigkeit ihres Landes in den 1950er-Jahren gefoltert und misshandelt worden waren. Das kündigte Außenminister William Hague am Donnerstag an.

"Die britische Regierung bedauert es sehr, dass diese Misshandlungen geschahen und dass sie den Unabhängigkeitsprozess Kenias verlangsamt haben", erklärte Hague.

Jedes der Opfer soll laut Medienberichten mehr als 2.500 Pfund erhalten. Mit den Zahlungen wird der Prozess vor dem Obersten Gericht von fünf Kenianern gegen die Regierung beigelegt.

In der ehemaligen britischen Kolonie Kenia hatten Aufständische in den 1950er-Jahren ihr Land von den Kolonialherren zurückgefordert und Siedler angegriffen. Der sogenannte Mau-Mau-Aufstand dauerte von 1952 bis zur Unabhängigkeit 1963 und wurde zum blutigsten Kolonialkrieg der Briten. Nach Angaben der kenianischen Regierung und kenianischer Menschenrechtsorganisationen wurden 90.000 Menschen hingerichtet, gefoltert oder verstümmelt.

Hague kündigte am Donnerstag an, dass Großbritannien bei der Errichtung eines Denkmals für die Opfer des Kolonialismus in Kenias Hauptstadt Nairobi helfen werde.

(APA/dpa/AFP)