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Griechenland: Arbeitslosigkeit erreicht Rekordhoch

Griechenland: Arbeitslosigkeit erreicht RekordtiefEPA
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Im Mai erreichte die Arbeitslosigkeit einen neuen Höchststand. Besonders junge Menschen sind betroffen. Auch die Verbraucherpreise sind gesunken.

Im April lag die Arbeitslosenquote bereits bei 27 Prozent. Im darauf folgenden Monat konnte diese Zahl mit 27,6 Prozent übertroffen werden. Laut dem Statistikamt Elstat ist das eine Erhöhung von 3,8 Prozent gegenüber dem Mai 2012. Der Durchschnitt in der Eurozone liegt bei 12,1 Prozent. Noch nie war die Arbeitslosigkeit so hoch.

Besonders junge Menschen sind davon betroffen. Rund 65 Prozent sind ohne Job. Da die Wirtschaft nach Schätzungen der Zentralbank auch dieses Jahr um mindestens 4,5 Prozent schrumpfen soll, sind die Aussichten auf eine Arbeit schlecht. In Griechenland erhalten Arbeitslose ein Jahr lang Unterstützung. Gründe für die gestiegenen Zahlen sind Steuererhöhungen sowie Lohn- und Rentenkürzungen. Auch die wachsende Beschäftigung im Tourismus könne keine Besserung bringen, sagt Ökonom Nikos Magginas von der Notenbank.

Doch auch andere Länder kämpfen mit einer Job-Misere. Italien plant, Unternehmen, die junge Leute einstellen, steuerliche Vorteile zu gewähren. So will man die Jugendarbeitslosigkeit von rund 40 Prozent bekämpfen.

Auch Verbraucherpreise ein Problem

Nicht nur die hohe Arbeitslosigkeit macht den Griechen zu schaffen. Wegen der andauernden schweren Wirtschaftskrise bleibt auch die Deflation ein Problem. Im Juli seien die Verbraucherpreise gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) im Jahresvergleich um 0,7 Prozent gesunken, teilte die Statistikbehörde Elstat mit. Im Juni hatte es einen Rückgang von 0,6 Prozent gegeben. Auch im April und Mai waren die Verbraucherpreise rückläufig.

Sinkende Verbraucherpreise über einen längeren Zeitraum  sind hemmend für die konjunkturelle Entwicklung, da Konsumenten und Unternehmen Ausgaben hinauszögern.

Die Staats- und Regierungschefs in der EU haben daher die Belebung des Arbeitsmarktes zu ihrer wichtigsten Aufgabe erklärt und wollen acht Milliarden Euro in den Bereich investieren.

(APA/dpa)