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Plakate: Strache "liebt seine Nächsten"

Plakat-Kampagne: FPÖ setzt auf
PlakatKampagne FPoe setzte Liebe(c) APA (Fohringer)
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Auf den neuen Wahlplakaten der FPÖ posiert Parteichef Strache mit einer Pensionistin und einem jungen Mädchen.

In ihrer im Frühjhar gestarteten Plakatkampagne warb die FPÖ mit "Gerechtigkeit", in der heißen Phase des Wahlkampfes folgt nun "Nächstenliebe". Am Montag präsentierten Parteichef Heinz-Christian Strache und Generalsekretär Herbert Kickl die neuen Motive.

Strache posiert darauf jeweils mit einer Pensionisten und einem jungen Mädchen. Der dazugehörige Slogan: "Liebe deine Nächsten - für mich sind das die Österreicher". Neben den Großplakaten werben die Freiheitlichen auf Dreiecksständern mit den Versprechen "Wir senken Mieten, Steuern und Gebühren" und "Wir kürzen unsere EU-Beiträge".

Die neuen Sujets werden auf 3000 Plakat- und 50.000 Kleinflächen angebracht. "Wir starten damit in einen Positiv-Wahlkampf", erklärte Strache. Nur für ihn seien die Österreicher "die Nächsten" - für SPÖ und ÖVP seien das "die Brüsseler Eurokraten", die Grünen würden "alles mit Ausnahme von Österreich" lieben und Frank Stronach sei vor allem an seiner Steuerschonung interessiert.

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Ab Montag begibt sich Strache auf Wahlkampftour durch die Bundesländer, am Mittwoch wird das freiheitliche Wahlprogramm präsentiert. Die FPÖ wolle vieles "besser, gerechter und effizienter" gestalten, kündigte der Parteichef an. SP-Bundeskanzler Werner Faymann und VP-Vizekanzler Michael Spindelegger müssten sich "warm anziehen". Kickl betonte, dass sich die FPÖ nach oben orientiere. Dass die Partei mit den Grünen um Platz drei kämpfen müsse, wie es mehrere Umfragen zuletzt nahe gelegt haben, sei falsch.

Einen Zusammenhang mit dem Wahlkampf vermutet die FPÖ bei dem Urteil im Telekom-Prozess. Strache und Kickl nannten es ein "durchsichtiges Spiel", dass das Urteil gegen die FPÖ jetzt gefallen sei und Ermittlungen gegen die anderen Parteien auf die Zeit nach der Wahl verzögert würden. Sie erwarten sich jetzt auch einen "umfassenden Angriff der Ermittlungsbehörden" bezüglich der Verbindungen der Telekom zu SPÖ, ÖVP und Grünen. Für Strache ist klar, dass die FPÖ nicht von der Telekom profitiert habe - die Frage sei, ob sich jemand persönlich und privat bereichert habe. Die FPÖ will nun zunächst die schriftliche Ausfertigung des Urteils abwarten und dann Berufung einlegen. Wenn die Verurteilung zur Zurückzahlung der 600.000 Euro doch rechtskräftig werden sollte, will man prüfen, ob man sich an den Verantwortlichen schadlos halten könne.

(Red./APA)